Wernigerode im Jahr 1751

  • In Wernigerode wütet der vierte große Stadtbrand, bei dem 300 Häuser und auch die Kirche "Unser Lieben Frauen" vernichtet werden. Die neue Kirche erhält nur einen kleinen Turm, der aber bereits wegen baulicher Mängel 1888 wieder abgerissen wird.

Neubau der Kirche "Unser Lieben Frauen" nach dem Stadtbrand von 1751
- Dieter Oemler
Neubau der Kirche "Unser Lieben Frauen" nach dem Stadtbrand von 1751 - Dieter Oemler
  • Das noch bestehende Klostergemäuer Himmelpforte brechen Wernigeröder Bürger zum eigenen Wiederaufbau ihrer durch den Stadtbrand vernichteten oder beschädigten Häuser ab.

Reste der Klostermauer "Himmelpforte"
- Frank Wiesner
Reste der Klostermauer "Himmelpforte" - Frank Wiesner
  • Täglich werden nach dem großen Stadtbrand etwa 1000 Obdachlose im Lustgarten versorgt.

  • Nach dem großen Stadtbrand dieses Jahres werden in der Burgstraße alle Häuser in einem schlichten spätbarocken Fachwerk ohne Fachwerkdekor gebaut. Um zu vermeiden, dass künftig bei einem erneuten Feuer große Schäden entstehen, werden einige Häuser massiv errichtet. Nicht dazu gehört das Haus Burgstraße 39/41. Um diesem Haus als Hotel ein attraktiveres Aussehen zu verleihen, wird die Fassade verputzt, weil zu dieser Zeit Massivbauten gegenüber Fachwerkbauten als wertvoller angesehen werden.

Burgstraße im Jahr 2016
© Wolfgang Grothe
Burgstraße im Jahr 2016 © Wolfgang Grothe
  • Wernigerode entwickelt sich im Schutze der Burg zu einer Siedlung der Handwerker und Ackerbürger, deren Bedeutung für das Umland stetig wächst.

Blick vom Lindenberg zum Schloss
- Harzbücherei Wernigerode
Blick vom Lindenberg zum Schloss - Harzbücherei Wernigerode
  • Wernigerode hat wie viele andere Städte eine komplette Stadtmauer, für deren Erhaltung die Bürger mit herangezogen werden.

     
Südliche Stadtmauer, vom Lindenberg aus gesehen 1751
- Harzbücherei Wernigerode
Südliche Stadtmauer, vom Lindenberg aus gesehen 1751 - Harzbücherei Wernigerode