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Wernigerode in Jahreszahlen

Linie

Die Wernigeröder Geschichte im Zeitstrahl

Eine Chronologie von Wolfgang Grothe und vielen weiteren Autoren

 

Heute vor 673 Jahren

1343

Im Vertrag zwischen dem Grafen von Wernigerode und dem als Raubgrafen berüchtigten Albrecht von Regenstein vom 26. Juni 1343 muß der Regensteiner die Dörfer Hasserode, Minsleben, Silstedt, Reddeber, Langeln und Wasserleben an die Grafschaft Wernigerode abtreten, deren Territorium sich dadurch um das Doppelte vergrößert. Von vielen Historikern wird dieser Tag als "eigentlicher Geburtstag der Grafschaft" bezeichnet.

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Harzer VolksstimmePresse

Mit einem Klick in die Vergangenheit

Internetseite "Wernigerode in Jahreszahlen" stößt auf großes Interesse

27.07.2015

Seit genau zwei Jahren versorgt die Website "Wernigerode in Jahreszahlen" Interessierte mit historischen Fakten. Seit ihrem Start ist die Internetseite stetig gewachsen. Die drei "Macher" ziehen Bilanz. Bereits 15 000 Besuche und 43 000 gelesene Artikel in diesem Jahr. Immer mehr Interessierte schauen auf die Website "Wernigerode in Jahreszahlen". Durchschnittlich sind es inzwischen 80 Besucher und 200 Artikelaufrufe pro Tag. 88 Prozent der Nutzer stammen aus Deutschland, aber auch von den USA, von Australien und Brasilien aus wird die Seite angeklickt.Auf den Tag genau vor zwei Jahren ging die Internetseite an den Start. Die Köpfe hinter dem Online-Archiv sind Wolfgang und Alexander Grothe sowie Thomas Hartmann. "Diese Resonanz übertrifft unsere Erwartungen", sagt Wolfgang Grothe. "Es freut uns, dass es so viele Menschen gibt, die sich für Wernigerodes Geschichte interessieren." Anfang der 1990er Jahre habe er angefangen, historische Fakten zusammenzutragen. Damals war Grothe als Dozent bei der Ländlichen Erwachsenenbildung tätig. Für einen Gästeführer stellte er auf drei Seiten die wichtigsten Zahlen aus Wernigerodes Stadtgeschichte zusammen.

Vom Internet hatte er damals noch nichts gehört. Die Sammlung wuchs im Laufe der Jahre auf 60 Seiten an. Sohn Alexander überraschte ihn zu seinem 75. Geburtstag mit der Website, die er heimlich mit Thomas Hartmann entwickelt und freigeschaltet hatte. Inzwischen beinhaltet die Seite 2204 Artikel von 19 Autoren, 943 Bilder und 552 Jahreszahlen. "Unser Konzept ist aufgegangen", sagt Wolfgang Grothe. "Keine historischen Abhandlungen, sondern Fakten ohne Bewertung der geschichtlichen Ereignisse. Denn die Leser sollen sich selbst ein Urteil bilden." Besonders freut er sich, dass er mit der Website vor allem jüngere Leute, die sogenannte Facebook-Generation, erreicht. Die Website ist mit sozialen Netzwerken verlinkt. Täglich um 17 Uhr erscheint ein Artikel, welcher ein historisches Ereignis zum aktuellen Tag oder einen neuen Fakt beinhaltet. Auf großes Interesse bei den Besuchern sei das Jahr 1945 gestoßen - 70 Jahre nach dem Krieg. "Und das obwohl viele Nutzer das Kriegsende nicht mehr persönlich erlebt haben und nur aus den Erzählungen der Eltern oder Großeltern kennen", so Grothe.

Große Unterstützung erhält das Trio von den Mitarbeitern der Pressestelle der Stadtverwaltung, des Stadtarchivs und der Mahn- und Gedenkstätte Veckenstedter Weg. "Ohne deren Hilfe wäre der enorme Wachstum unserer Seite nicht möglich gewesen", sagt Wolfgang Grothe. Und die Online-Chronologie soll noch größer werden. "Fertig werden wir nie." Große Reserven gebe es beispielsweise bei Fakten aus den vergangenen acht Jahrzehnten. "Jeder kann einen Beitrag schreiben. Und bestimmt haben viele Wernigeröder noch alte Fotos in irgendwelchen Schuhkartons." Momentan versuchen die drei, die Internetseite benutzerfreundlicher zu gestalten. "Da passiert gerade eine Menge im Hintergrund", so Grothe. Außerdem müssen sie sich mit Anfragen aus anderen Städten auseinandersetzen. "Es gibt einige, die eine ähnliche Website auf die Beine stellen wollen und Rat suchen. Da helfen wir natürlich gern."

Quelle: Ivonne Sielaff www.volksstimme.de

 

Heimatgeschichte auf einen Klick

Initiatoren der Website "Wernigerode in Jahreszahlen" suchen Material und weitere Mitstreiter

23.05.2014

"Wernigerode in Jahreszahlen" - diese Internetseite sorgt derzeit für Furore. Hinter dem Projekt stehen Wolfgang und Alexander Grothe sowie Thomas Hartmann, die mit ihrer Website vor allem junge Leute mit ihrer Leidenschaft für Geschichte anstecken wollen.
Wussten Sie, dass 1705 in der Nähe des Brockens der letzte freilebende Bär der Region erlegt wurde? Dass Haus Gadenstedt 1884 abgerissen werden sollte? Dass der berühmte Reformator Martin Luther 1517 Kloster Himmelpforte besuchte? Die Geschichte einer Stadt birgt nicht nur Fakten, sondern auch jede Menge überraschungen und Kuriositäten.
Das beweist die Internetseite www.wernigerode-in-jahreszahlen.de. Mehr als 5000 Interessierte klickten die Website in den letzten vier Wochen an - nicht nur in Wernigerode und im Harz, sondern auf der ganzen Welt. Hinter diesem Projekt stehen drei Männer: Wolfgang und Alexander Grothe sowie Thomas Hartmann.
"Geschichte hat mich schon immer fasziniert", sagt Wolfgang Grothe, der die meisten Fakten für die Website zusammengetragen hat. "Ich habe Anfang der 1990er Jahre damit angefangen, ganz klein, damals hatte ich vom Internet noch nie was gehört."

Zu der Zeit war Grothe als Dozent für die Ländliche Erwachsenenbildung tätig. Zu seiner Arbeit gehörte auch die Ausbildung von Gästeführern. "Für sie habe ich auf zwei bis drei Seiten die wichtigsten Zahlen aus Wernigerodes Stadtgeschichte zusammengestellt."
Im Laufe der Jahre wuchs die Faktensammlung. "Immer, wenn ich etwas Neues entdeckte, ergänzte ich sie", erinnert sich Grothe. Dafür habe er alle "möglichen und unmöglichen" Quellen genutzt. Der Rentner recherchierte im Harzmuseum, im Stadtarchiv, in den Werken bekannter Ortschronisten, bei der Stadtverwaltung sowie in der Mahn- und Gedenkstätte.
Bis sein Material auf einmal 60 Seiten umfasste. "Ich kam auf die Idee, das Ganze privat drucken zu lassen - für Freunde und Bekannte als Geschenk." Dass er selbst mit seinen "Jahreszahlen" überrascht werden würde, habe er damals nicht geahnt.
Sohn Alexander kam auf die Idee, die gesammelten Daten für das Internet bearbeiten zu lassen. Heimlich entwickelte er mit Webdesigner Thomas Hartmann eine Website, die er im vergangenen Jahr zum 75. Geburtstag seines Vaters freischaltete. "Ein ganz besonderes Geschenk", sagt Wolfgang Grothe. "Viel wertvoller als materielle Dinge."

Wolfgang und Alexander Grothe sind längst nicht mehr die einzigen Autoren. Auch andere geschichtsinteressierte Wernigeröder haben Beiträge hinzugefügt. Neue Helfer und Bildmaterial sind stets willkommen. Aktuell umfasst die Internetseite 1787 Einträge und 499 Jahreszahlen von elf Autoren mit 548 Bildern. "Und sie wächst weiter", sagt Wolfgang Grothe erfreut. "Täglich kommen neue Einträge hinzu." Wichtig sei ihm und seinen Mitstreitern, die historischen Ereignisse nicht zu bewerten und zu beurteilen, sondern lediglich die Fakten zu liefern. "Unsere Leser sollen sich ihre eigene Meinung dazu bilden. Ich will ihnen nichts vorgeben. Es gibt nicht nur die eine Wahrheit." "Wernigerode in Jahreszahlen" gibt es seit einigen Wochen auch als mobile Version fürs Handy und als Auftritt in sozialen Netzwerken. "Unser Ziel ist es, damit die Facebook-Generation, also Leute zwischen 20 und 35 Jahren, zu erreichen und sie mit unserer Leidenschaft für Geschichte anzustecken", sagt Alexander Grothe. Mit Erfolg: Inzwischen greifen 50 Prozent der Nutzer mit dem Smartphone auf die Website zu.

Quelle: Ivonne Sielaff www.volksstimme.de