15. Jahrhundert

Wasserkunst im Thumkulental
© Wolfgang Grothe
Wasserkunst im Thumkulental © Wolfgang Grothe
Urkunde von Graf Conrad von Wernigerode
- Stadtarchiv Wernigerode WR/I/IV/B/1
Urkunde von Graf Conrad von Wernigerode - Stadtarchiv Wernigerode WR/I/IV/B/1
  • Graf Konrad VI. von Wernigerode stirbt.
Grabstein des Grafen Konrad VI. von Wernigerode
© Wolfgang Grothe
Grabstein des Grafen Konrad VI. von Wernigerode © Wolfgang Grothe
  • In einer Urkunde wird ein Bürgerholz erwähnt.
  • Graf Heinrich zu Wernigerode übereignet am 29. Juni sein "hoff unde dorp Hartesrode", Hasserode, das weitestgehend wüst ist, der Stadt Wernigerode. Die Sankt Andreaskirche des Dorfes verbleibt im Besitz des Klosters Drübeck.
Übereignung des Dorfes Hasserode
- Stadtarchiv Wernigerode WR/I/I/E/!/ab
Übereignung des Dorfes Hasserode - Stadtarchiv Wernigerode WR/I/I/E/!/ab
Grüne Straße in der "Neustadt"
© Wolfgang Grothe
Grüne Straße in der "Neustadt" © Wolfgang Grothe
  • Das alte Wernigeröder Rathaus wird erstmals urkundlich erwähnt. Es muss jedoch bereits 1229, dem Zeitpunkt der Verleihung des Goslarschen Stadtrechts, bestanden haben, denn das war die Voraussetzung jenes Aktes.
  • Ab 1411 erfolgt der Umbau der Johanniskirche.
  • Ein Dokument erwähnt die "Schnavenburg", vermutlich eine Rundburg auf dem Klint aus dem 10./11. Jahrhundert.
  • Die Ritterstraße wird in Marktstraße umbenannt.
Marktstraße um 1965
- Mahn-und Gedenkstätte Archiv
Marktstraße um 1965 - Mahn-und Gedenkstätte Archiv
  • Der gräfliche Herrenhof in der Kochstraße muss dem König 10 Reiter und 10 Fußsoldaten zur Verfügung stellen.
  • An die St. Sylvestrikirche wird ein Zins für eine Kupferhütte im Heideviertel gezahlt.
Flügelaltar in St.Johannis
© Wolfgang Grothe
Flügelaltar in St.Johannis © Wolfgang Grothe
  • Graf Heinrich von Wernigerode, der letzte seines Geschlechts, unternimmt ausgedehnte Raubzüge, u. a. ins Magdeburgische. Er wird dabei nicht nur von seiner ritterlichen Gefolgschaft, sondern auch von den Bürgern und Bauern der Stadt und den Dörfern der Grafschaft unterstützt.
Erbhuldigung für Graf Botho zu Stolberg am 10.11.1417
- Wandgemälde im Festsaal des Wernigeröder Schlosses
Erbhuldigung für Graf Botho zu Stolberg am 10.11.1417 - Wandgemälde im Festsaal des Wernigeröder Schlosses
  • Der Hausmanns- oder Schusterturm wird erstmals im Zuge der Erneuerung der Burg erwähnt. Mit 24 Metern Höhe einem Durchmesser von 7,8 und einer Mauerstärke von 1,2 Metern ist er der Hauptturm der Burg. Allein 15 Geschütze stehen zur Verteidigung in diesen unruhigen Zeiten von Reformation und Bauernkrieg bereit.
  • Graf Heinrich zu Wernigerode verkauft dem Rat und der Bürgerschaft zu Wernigerode das Kornhaus mit darunter gelegenen "Wantbuden".
    Stadtarchiv Wernigerode - WR I/I/1/a./b.
  • Der Graf von Wernigerode bekundet, dass auf seine Bitten "der Rat, Bürger und Meinheit der Stadt Wernigerode gehuldigt haben den Grafen zu Stolberg, unbeschadet der Rechte des Grafen von Wernigerode".
Bestätigung der Huldigung
- Stadtarchiv WR/I/VI/B/1
Bestätigung der Huldigung - Stadtarchiv WR/I/VI/B/1
  • In der Burgstraße gegenüber der Liebfrauenkirche wird 1418 ein Ritterhof im Besitz der Familie von Schwichelt bezeugt, und zwar "oppe der Egge an der Vorwerkestrade". Später steht dort das Hygiene-Institut.
  • Am 24. Juni kommt es zu einer Erbverbrüderung der Grafen von Stolberg, Schwarzburg und Wernigerode.
Am Theobaldikirchhof
- Stadtarchiv Wernigerode
Am Theobaldikirchhof - Stadtarchiv Wernigerode
  • Eine "Vlotrenne" wird zum ersten Mal erwähnt, existierte wohl aber bereits im 12. Jahrhundert. Diese erinnert daran, dass das Wasser des Zillierbaches aus ihrem natürlichen Bett abgeleitet und um den Klint (Anlage einer Burg "Schnavenburg") herum geführt wurde.
Theobaldikapelle 1956
- Gerhard Bombös
Theobaldikapelle 1956 - Gerhard Bombös
  • Erste Erwähnung des Gothischen Hauses als "dat grote Hus up dem markede bi deme speluse".
Umbau des "Gothischen Hauses" in den 1990er Jahren
- Dieter Oemler
Umbau des "Gothischen Hauses" in den 1990er Jahren - Dieter Oemler
  • Es wird östlich der Stadt eine "Schinderhecke", heute etwa Schreiberstraße / Ziegelstraße, erwähnt.
Wernigeröder Fürstenstühle mit dem Stolberger Hirsch in der Dorfkirche von Nieder-Weisel, auch eine Johanniter-Kommende. Fürst Botho ist führendes Mitglied des Johanniter-Ordens.
- Gerhard Bombös
Wernigeröder Fürstenstühle mit dem Stolberger Hirsch in der Dorfkirche von Nieder-Weisel, auch eine Johanniter-Kommende. Fürst Botho ist führendes Mitglied des Johanniter-Ordens. - Gerhard Bombös
Schenkungsurkunde
- Stadtarchiv Wernigerode
Schenkungsurkunde - Stadtarchiv Wernigerode
  • Graf Heinrich von Wernigerode, gest. 1429, erwähnt in einer Urkunde erstmals eine "Grube am Dhumkuhlenbergk na den Huppeln", später "Aufgeklärtes Glück".
  • Erzbischof Friedrich von Magdeburg tritt in einem Vergleich mit "Churfürst" Friedrich II. das Lehnrecht über die Grafschaft Wernigerode an diesen ab.
Grabstein des Grafen Heinrich von Wernigerode
© Wolfgang Grothe
Grabstein des Grafen Heinrich von Wernigerode © Wolfgang Grothe
  • Kupfer und Silber, Kobalt und Eisenerz sowie Jagd und Forstwirtschaft sind die Erwerbsquellen der Bevölkerung dieser Zeit. Günstige Lage und Schutz der Stadtmauern lassen in der Stadt Handel und Handwerk blühen.
  • Der regierende Graf Botho, der sich selbst "Graf zu Stolberg und Herr zu Wernigerode" nennt, hat gemäß Reichsmatrikel für den Reichsheeresdienst 10 Reiter und 10 Fußsoldaten zu stellen, zusammen aus den Grafschaften Stolberg und Wernigerode, je Grafschaft fünf. Zur Verteidigung der Stadt können alle Männer im wehrpflichtigen Alter herangezogen werden. Ein Ernstfall trat für Wernigerode niemals ein. Eine Schlacht bei Wernigerode fand niemals statt.
  • An der sich im 15. Jahrhundert in den deutschen Ländern entwickelnden Bemühung der Kirche, sich selbst zu reformieren, beteiligen sich die Grafschaft und die Stadt beispielhaft. Besonders sind dabei die Vorstellungen des regierenden Grafen Botho ein bedeutender Impulsgeber für die eingeleitete Reformierung der Kirche und insbesondere der Klöster.
  • Das spätere Gothische Haus des Zöllners Kurt Cramer wird von, nach einem Ort bei Braunschweig benannten, Familie Hinrik und Katherine Adenbüttel erworben. Für die Übernahme des "Adenbüttelschen Hauses" zeugt die Inschrift, "Das Bauen wär'ne feine Kunst, wenn einer hätt' das Geld umsunst". Später übernimmt Sohn Ludwig Adenbüttel nach dem Tod des Vaters das Haus. Ludwig verstirbt noch vor dem großen Stadtbrand 1528.
    Wernigeröder Zeitung und Intelligenzblatt - Nummer 216 - Dezember 1988
"Das Bauen wär'ne feine Kunst, wenn einer hätt' das Geld umsunst." 1430
- Gerhard Bombös
"Das Bauen wär'ne feine Kunst, wenn einer hätt' das Geld umsunst." 1430 - Gerhard Bombös
  • Das "Augustiner-Eremiten- Kloster Himmelpforte" spielt eine herausragende Rolle in der geistigen Bewegung der Kirche dieser Zeit. Heinrich Zolter, einer der führenden Köpfe dieser deutschen Kongregation, tritt von Himmelpforte aus an die Spitze der sächsischen Provinz dieses Ordens und festigt die reformierte Klosterzucht und geistliche Ordnung.
  • Am 18. August sorgt Botho der Ältere (um 1375 - 1455) für ein Landfriedensbündnis und eine Erbeinigung der Grafschaften Stolberg, Wernigerode und Schwarzburg. Botho kommt es dabei nicht nur auf die gesicherte Erbfolge, sondern auf ein festes Bündnis gegenüber den immer mächtiger werdenden Fürstenhäusern im Reich an.
Das ehemalige "Vorwerk" heute.
© Wolfgang Grothe
Das ehemalige "Vorwerk" heute. © Wolfgang Grothe
  • In Wernigerode taucht erstmals die Bezeichnung "Vorwerk" auf.
Stadtmauer in der Nähe des ehemaligen Vorwerks (2014)
© Wolfgang Grothe
Stadtmauer in der Nähe des ehemaligen Vorwerks (2014) © Wolfgang Grothe
  • Für die Neustadt wird "dat Rathus in der nigen Stadt“  (Ecke Breite Straße/Große Schenkstraße) erwähnt, hat aber nicht die Bedeutung wie das Rathaus der Altstadt. Die Neustadt hatte keinen besonderen Stadtvogt und wird von der "Altstadt" mit verwaltet. Nach dem Stadtbrand 1528 wird es vom Sohn des Rathausbaumeister Simon Hilleborch als "Neustädter Schenke" wieder aufgebaut.
  • Hartesrode (heute Hasserode) ist nahezu wüst, nur noch Bergwerk und Forst. Die Flur des Dorfes Hartesrode reicht bis zur Einmündung des Himmelpfortentales im Norden, im Süden ungefähr bis zur Kirchstraße.
  • Mehrere Hopfenberge befinden sich unter dem Eichberg, im Nesseltal, unter der hohen Warte, im Papental und am Kapitelsberg.
  • Die Einwohnerzahl geht zurück, viele ziehen in andere Dörfer und Städte.
  • Bau des Hauses Hinterstraße 48, ein Ständerbau, heute ältestes Haus von Wernigerode.
Hinterstraße
© Wolfgang Grothe
Hinterstraße © Wolfgang Grothe
  • Fredereck, Markgraf zu Brandenburg, bestätigt die Rechte und Freiheiten, welche der Rat zu Wernigerode und die Bürger und die Gemeinheit von den Grafen Corde und Hinreck sowie Bothos besessen haben.
  • Am 15. März verstirbt Graf Botho der Ältere. Nachfolger wird sein in der Ehe mit Gräfin Anna von Schwarzburg geborene Sohn Heinrich.
  • Der Graf von Stolberg Wernigerode und der Rat der Stadt schließen einen Vergleich wegen etlicher Zölle. "Der Zoll von Hopfen, den man in ganzen Stücken durch die Stadt führt, von Eisen, dass in der Ratswaage nicht einkommt, von Speck, der durch die Stadt geht, bleibt herrschaftlich. Vollgehende Zölle soll der Rat aufnehmen, wie er von der Herrschaft schon berichtigt war, von Bier und Met, dass man aus der Stadt führt, von Eisen, dass man von der Stadtwaage handelt und nur dort gewogen wird, von Hopfen, den der Stadthopfenmeister misst, von Schweinen, Pferden, Kälbern und Schafen, die man in der Stadt verkauft oder in die Stadt führt, Rädern, Kisten und Stockbetten, Salzkarren, Wagen mit Salz, Rüben, Zippeln oder Kungest, Heringen oder Fischen in Tonnen oder halben, die man auf dem Markt ausstellt. Auch kann der Wart Städtegeld aufnehmen und Wegpfennige, wie es schon zuvor war."
  • In Wernigerode gibt es dreihundert "schoßpflichtige" Familien.
  • Das Schierstedtsche Haus am Klint, das später zur Ratswaage ausgebaut wird, entsteht. Es ist vermutlich nach dendrologischen Untersuchungen des verwendeten Bauholzes die älteste Fachwerkkonstruktion in Wernigerode.
Ratswaage am Klint heute
- Dieter Oemler
Ratswaage am Klint heute - Dieter Oemler
  • Nicht nur die Meister schließen sich zu Zünften zusammen, sondern auch die Gesellen einer Zunft. Als erste schließen sich die Schuhmacher- und Gerbergesellen zur "Unserer-Lieben-Frauen-Brüderschaft" zusammen.
  • In einer letztwilligen Verfügung, die der Graf zu Stolberg und Wernigerode aufsetzt, als er im Begriff ist, "über Meer nach dem heiligen Land zu fahren", legt er fest, was mit der Grafschaft zu geschehen hat, wenn er von dieser Reise nicht lebend zurück kommt. "Seine rothe Sammetschaube soll die Pfarrkirche S.Martini in Stolberg haben, die graue Schaube das Stift zu S.Georgi und Sylvestri zu Wernigerode u.a. das klasse Roß solle dem Kloster Himmelpforten zufallen. Geht er mit dem Tode ab, so soll die Herrschaft Wernigerode nicht so leicht abgetreten und wenigstens 1000 Gulden dafür erlangt werden, wovon ein Teil zu Gottes Ehre verwendet werden, das übrige an seine Gemahlin, die Mutter und seine Tochter fallen soll".
  • In einer Urkunde wird eine "Neue Turmwarte", "by deme nyen Torne", 4000 Meter nördlich des Stadtzentrum genannt. Das lässt darauf schließen, dass es eine Vorgängerin gab. Die Stelle ist bekannt als alte "Malstatt", wo auch dem Grafen gehuldigt wurde. Auch stand hier eine Gerichtslinde, wo den ländlichen Untertanen von Wernigerode zum Wernigeröder Landgericht entboten wurde, "am neuen Turm", "am Baum". Die Warte war auch in die "Wernigeröder Landwehr" mit anderen, wie die "Horstbergwarte" oder "Fiekenburgwarte", einbezogen.
Neue Turm-Warte 2017
© Wolfgang Grothe
Neue Turm-Warte 2017 © Wolfgang Grothe
  • Im Sankt-Georgi-Hospital, außerhalb der Stadt vor dem Westerntor gelegen, finden Lepra-Kranke, vom unheilbaren Aussatz befallen, Unterkunft und Versorgung.
  • Rat und Bürgerschaft bitten Graf Heinrich um Schaffung eines neuen Altars in der Johanniskirche.
    Stadtarchiv Wernigerode - WR I/VII/B/3/2
  • Heinrich Graf zu Stolberg und Wernigerode befreit auf Bitten des Rates der Altstadt Wernigerode die "alten und siechen Leute zu St. Jürgen" von den bisherigen jährlichen 10 Schilling Zinsen, die sie der Herrschaft zu geben hatten von ihrem "Holzblek neben der Hasenhecke vorn Schoete".
    Stadtarchiv Wernigerode - WR/VII/A/2/13
  • Am 9. November erborgt sich Heinrich, Graf zu Stolberg und Rat und Gemeinde von Wernigerode von Heinrich von Schwiechelt und seiner Mutter Margarete und ihren Treuhändern 1000 "vollwichtige rheinische Gulden" bis "künft. Michaelis". Behalten sie mit Zustimmung der Gläubiger das Geld länger, so wollen sie einen jährlichen Zins von 70 Gulden "auf Michaelis" zahlen.
  • Der Rat von Wernigerode erklärt in einer Urkunde, dass der Lindenberg nicht in die "Achtwort", und nicht nach Hasserode gehört, sondern dass ihn Rat und Gemeinde Wernigerode gleich anderen Gehölzen von Gnaden der Herrschaft Stolberg innehaben. Die "Landleute der Achtwort" haben kein Eigentum, sondern nur eine Zulassung und Nutzung entsprechend des "Gnadenbriefes".
  • Im Mühlental wird eine "Schleifmühle" errichtet. Später geht daraus die "Heilebarts-Mühle" bzw. die "Storchmühle" hervor.
  • Graf Heinrich, Herr zu Stolberg und Wernigerode, bekundet, dass ihm der Rat der Altstadt zu Wernigerode "um des Dienstes halben 600 gute Rheinische Gulden" gezahlt habe wegen der unbesetzten und wüsten Marken und Dörfer "Rymke, Wolberode, Hennzingerode, das Aldenroder Feld, Nidderminszleben, Obirminszleben, Smarthfelt, das Roth, das Steinbrok und Margkelingerode".
  • Am 24. April belehnt der Kurfürst Albrecht, Markgraf zu Brandenburg, den Grafen Heinrich zu Stolberg und Wernigerode mit der Grafschaft, Schloss und Stadt Wernigerode mit der Verpflichtung, dass der Graf ihm Schloss und Stadt bei allen seinen Kriegen, Nöten und Geschäften öffne.
  • Am 1. Oktober bittet Heinrich, Graf und Herr zu Stolberg und Wernigerode, den Rat zu Wernigerode, sich für ihn gegen das UL-Frauenstift über 100 Gulden "Hauptgeld" und 15 Gulden Zins "auf Michaelis als Selbstschuldner zu verschreiben", und sichert ihm "Schadloshaltung" zu.
  • Am 15. Juli verkauft Heinrich von Rüxleben, Marschall von Wernigerode, das Collegialstift zu Wernigerode erblich für 150 rheinische Gulden, das ihm und seinem Bruder, dem Ritter Kaspar von Rüxleben, vom Grafen Heinrich zu Stolberg übereignete Lehngut.
  • Die Brüder des Einsiedler-Klosters Himmelpforte verkaufen für zweieinhalb Mark "Halberstädtischer Währung" ihr Haus hinter der Liebfrauenkirche zum Erbenzins von neun Schilling an Bürgermeister und Rat zu Wernigerode.
  • Eine "St-Andreas-Kirche to Hartsrode" (Hasserode) wird erwähnt.
  • Am 10. März erlangt Heinrich Graf zu Stolberg vom Rat zu Wernigerode 1500 Gulden, vergleicht sich mit ihm wegen deren Bezahlung und der Abtragung der verschiedenen in Halberstadt übernommenen Schuldsummen, gelobt auch, den Rat nicht weiter mit Bürgschaften und Boden, außer im Fall seiner Gefangennahme, zu behelligen.
  • Das Waaghaus, südwestlich am heutigen Rathaus, entsteht nach Plänen von Hilleborch.
Rathaus, alter Teil am Klint
- Stadtarchiv Wernigerode
Rathaus, alter Teil am Klint - Stadtarchiv Wernigerode
  • Aus der Zeit um 1480 stammt der älteste Teil des späteren Gadenstedtschen Hauses.
Gadenstedtsches Haus
- Dieter Oemler
Gadenstedtsches Haus - Dieter Oemler
  • In einer vom Erzbischof von Magdeburg ausgestellten Urkunde wird eine Silbergrube "in den Duhnen bie Werningerode" erwähnt. Ob mit "den Duhnen" der "Thumkuhlenberg" gemeint ist, bleibt eine offene Frage. Zumindest wird bereits 65 Jahre früher in einer Forsturkunde die bergmännische Nutzung des Berges aufgeführt.
  • Obwohl viele Höfe in Hasserode in den letzten Jahren aufgegeben wurden und andere verfallen, werden noch einige dem Kloster Drübeck zinspflichtige Höfe genannt. Doch auch diese verfallen in den nächsten Jahrzehnten.
 Dullenturm
- Dieter Oemler
 Dullenturm - Dieter Oemler
  • Heinrich Caspar und die Grafen Heinrich und Botho geben ihre Zustimmung dazu, dass Magister Ulrich Rispen, Pfarrer zu Stolberg, dem Prior Andreas Proles das Einsiedlerkloster Himmelpforte für 170 Rheinische Gulden verkauft.
  • Ausbau der Burg, u.a. Errichtung des "Steinernen Hauses" und des "Neuen Hauses", einer Bastion mit Zugangstoren sowie der zweiten Ringmauer.
  • Der Unterbau des Spelhuses erhält ein Fachwerkgeschoß (Pläne von Thomas Sprengel, später von Thomas Hilleborch).
     
Bau der Ratswaage 1494
- Harzbücherei Wernigerode
Bau der Ratswaage 1494 - Harzbücherei Wernigerode
Burg um das Jahr 1494
- Karl-Heinz Döring
Burg um das Jahr 1494 - Karl-Heinz Döring
  • In der Saumschelle des aufgestockten Obergeschosses des Rathauses wird die Inschrift "Complet - per - Thomas - Hilleborch - Anno - M - CCCC - XCVIII - Die - viti - buhern - hinr - kimen - h.het" (Vervollständigt von Thomas Hilleborch im Jahre 1498 am Tage St. Veits. Bauherr: Hinrich Kimen , H. Het), eingestochen.
  • Die Einwohnerzahl dürfte bei 2300 liegen.