LDZ - "Liberaldemokratische Zeitung" - Tageszeitung der Liberaldemokratischen Partei Deutschlands

  • In Vorbereitung der Kommunalwahlen am 17. September geben in vielen Betrieben der Stadt Wernigerode "die Werktätigen bedeutsame Verpflichtungen" ab. Zum Beispiel "verpflichten sich die Werktätigen der Vereinigten Harzmolkereien KG Heise & Co Silstedt... aus dem Willen der Erhaltung des Friedens und zur weiteren Lösung der deutschen Frage... am Wahltag bis 12 Uhr ihre Stimme den Kandidaten der Nationalen Front zu geben". "Der Milchabschöpfungsgrad soll bis zur Wahl von 93,2 auf 95 Prozent erhöht werden. Innerbetrieblich soll durch Senkung der Unkosten und Erhöhung der Arbeitsproduktivität sowie durch Rationalisierungsmaßnahmen der Gewinn gegenüber 1960 um 25 Prozent erhöht werden".

  • Am 7. Mai finden in der DDR, so auch im Kreis und in der Stadt Wernigerode Kommunalwahlen statt. Zur Wahl steht ein "gemeinsamer Vorschlag" der "Nationalen Front". Die Wahlbeteiligung im Kreis Wernigerode liegt bei 99,22%. Für den "gemeinsamen Vorschlag" stimmen 99,98 % der Wernigeröder. Die beiden Tageszeitungen "Volksstimme" und "LDZ" bezeichnen das Wahlergebnis als "Votum für die Politik des Friedens und des Sozialismus im 40. Jahr des Bestehens der DDR".

    Die Bürger konnten bei persönlichen Gründen schon einige Wochen vor der Wahl im "Sonderwahllokal" im Rathaus ihre Stimme abgeben. Bei dieser Wahl waren es über 40% der Wähler.

    In einer "Parteiaktivtagung" mit SED-Parteisekretären verlangt der 1. Sekretär der SED-Kreisleitung, künftig dafür zu sorgen, dass "der eigentliche Wahltag" der gesellschaftliche Höhepunkt werden muss.

Bürgermeister Kilian (2. von links) beim Empfang einer Delegation aus Neustadt/Weinstraße
- Neustadt/Weinstraße
Bürgermeister Kilian (2. von links) beim Empfang einer Delegation aus Neustadt/Weinstraße - Neustadt/Weinstraße
Wohngebiet Harzblick 2015
© Wolfgang Grothe
Wohngebiet Harzblick 2015 © Wolfgang Grothe