Hermann Dieter Oemler "Zeitsprünge Wernigerode" 2011

Landverkauf des Nicolai-Hospitals - Älteste Urkunde im Stadtarchiv Wernigerode
- Stadtarchiv Wernigerode
Landverkauf des Nicolai-Hospitals - Älteste Urkunde im Stadtarchiv Wernigerode - Stadtarchiv Wernigerode
Westerntor von Südosten gesehen 1906
- Harzbücherei Wernigerode
Westerntor von Südosten gesehen 1906 - Harzbücherei Wernigerode
  • Die "Breite Straße" ist seit 1399 als durchquerende Straße in Ost-West-Richtung bekannt. Sie verbindet das "Rimbecker Tor" und das "Westerntor" und folgt dem Haupthandelsweg, der Jahrhunderte am Nordharz entlang führt.

Rimbecker oder Neustädter Tor um 1830
- Dieter Oemler
Rimbecker oder Neustädter Tor um 1830 - Dieter Oemler
Das ehemalige "Vorwerk" heute.
© Wolfgang Grothe
Das ehemalige "Vorwerk" heute. © Wolfgang Grothe
 Dullenturm
- Dieter Oemler
 Dullenturm - Dieter Oemler
  • Der Rat erwirbt das sich südwestlich an das Spelhus anschließende Ackerbürgerhaus der Familie Schierstedt am Klint und richtet dort das städtische Waaghaus ein, in dem dann auch Stadtkämmerer und Stadtschreiber wohnen.

Rathaus mit Klint um 1925 vor dem Umbau
- Stadtarchiv Wernigerode
Rathaus mit Klint um 1925 vor dem Umbau - Stadtarchiv Wernigerode
  • Das Haus in der Marktstraße 5 wird Mitte des 16. Jahrhunderts erbaut und mit Fachwerk-Motiven verziert. Palmetten in den Brüstungsfeldern, tiefe, doppelte Schiffskehlen und Taurollen an den Schwellen zeigen an, dass es das Haus eines wohlhabenden Bürgers ist. Reiche Bürger siedeln sich um diese Zeit, wie überall in mittelalterlichen Städten, dicht am Markt an und dokumentieren durch die Größe der Häuser und die ausgestaltete Fassade ihre gesellschaftliche Stellung.

Marktstraße 5
- Dieter Oemler
Marktstraße 5 - Dieter Oemler
  • Eine Apotheke an der Stelle der späteren "Rathsapotheke" wird erwähnt. Sie ist die älteste Apotheke Wernigerodes und versorgt nicht nur die Stadt selbst, sondern auch die umliegenden Ortschaften.
    Eine andere Quelle nennt das Jahr 1574.

- gemeinfrei
- gemeinfrei
  • Der inhaltlich 1584 in reinem Renaissancestil erbaute Bürgermeister - Erker am Rathaus stammt vermutlich von einem anderen Gebäude. Wann und von wo er an die Rathausfront umgesetzt wurde, und welche ursprüngliche Rolle er spielte, ist unbekannt. Am Vorgängerbau des Rathauses kann er noch nicht gestanden haben, denn dieser brannte 1528 ab.

Bürgermeister-Erker
- Dieter Oemler
Bürgermeister-Erker - Dieter Oemler
Schützenhaus Nöschenröder Schützenverein
- Dieter Oemler
Schützenhaus Nöschenröder Schützenverein - Dieter Oemler
  • Um 1680 entsteht vermutlich das Mühlengebäude der Schlackenmühle (nach dem Fachwerkstil zu beurteilen - ein konkreter Nachweis existiert nicht) an der heutigen Schlachthofstraße kurz vor der Unterführung der Bahn. Die Mühlräder werden durch das Wasser der Holtemme angetrieben. In der Schlackenmühle wird Schlacke aus den Hütten der Bergbaubetriebe gemahlen.

Schlackenmühle an der heutigen Schlachthofstraße
- Dieter Oemler
Schlackenmühle an der heutigen Schlachthofstraße - Dieter Oemler
  • In einer Urkunde wird die "Schlackenmühle" erstmals urkundlich erwähnt. Die gräfliche Mahlmühle mit vier Mahlgängen, einem oberschlächtigen Wasserrad, zwei Stuben und Stallungen werden zur Neuverpachtung ausgeschrieben.

    Der Name Schlackenmühle deutet auf das Mahlgut hin. Die gemahlenen Schlacken aus den Hütten der Umgebung werden vielfach verwendet, als Formsand, Zuschlagstoff im Baugewerbe und für den Wegebau.

  • Der "Nöschenröder Schützenverein" besitzt seit diesem Jahr am Anfang des Zwölfmorgentals ein eigenes Schützenhaus. Auf der Gemeindewiese am Großen Bleek liegt die Festwiese, wo zu den Schützenfesten ein buntes Treiben mit Karussels, Schaubuden, einem großen Bierzelt und zahlreichen anderen Belustigungen herrscht.

Nöschenröder Schützenhaus am Eingang zum Zwölfmorgental um 1900- gemeinfrei
Nöschenröder Schützenhaus am Eingang zum Zwölfmorgental um 1900- gemeinfrei
Malzmühle am Westerntor
- Dieter Oemler
Malzmühle am Westerntor - Dieter Oemler
Herberge an der "Schönen Ecke"
- Dieter Oemler
Herberge an der "Schönen Ecke" - Dieter Oemler
  • Nach dem großen Stadtbrand dieses Jahres werden in der Burgstraße alle Häuser in einem schlichten spätbarocken Fachwerk ohne Fachwerkdekor gebaut. Um zu vermeiden, dass künftig bei einem erneuten Feuer große Schäden entstehen, werden einige Häuser massiv errichtet. Nicht dazu gehört das Haus Burgstraße 39/41. Um diesem Haus als Hotel ein attraktiveres Aussehen zu verleihen, wird die Fassade verputzt, weil zu dieser Zeit Massivbauten gegenüber Fachwerkbauten als wertvoller angesehen werden.

Burgstraße im Jahr 2016
© Wolfgang Grothe
Burgstraße im Jahr 2016 © Wolfgang Grothe
Gaststätte am Westerntor (Später Eselskrug)
- Dieter Oemler
Gaststätte am Westerntor (Später Eselskrug) - Dieter Oemler
ehemalige Bebauung der Marktstraße 8
- Dieter Oemler
ehemalige Bebauung der Marktstraße 8 - Dieter Oemler
  • Carl Friedrich Forcke kauft das kleine in der Reihe der anderen Häuser in der Straße bescheiden anmutende Haus aus der Zeit nach 1751, dem Jahr des verheerenden Stadtbrandes, der ganze Straßenzüge in Schutt und Asche gelegt hatte. Forcke zieht mit der Rathsapotheke in dieses Haus und wird es in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts abreißen und durch einen repräsentativen Massivbau aus rotem Sandstein im Stil der Neorenaissance ersetzen lassen.

Vorgängerbau der Rathsapotheke, erbaut nach 1751
- Dieter Oemler
Vorgängerbau der Rathsapotheke, erbaut nach 1751 - Dieter Oemler
  • Der nächste Stadtbrand sucht am 8. Februar die Stadt heim, bleibt aber auf die Neustadt beschränk. Von der Schäferstraße ausgehend, über die Breite Straße greift das Feuer auf die Grüne Straße über. 29 Häuser werden total und 17 teilweise zerstört. 163 Bürger sind vorübergehend obdachlos. Das Rimkertor, in Größe und Bauart dem Westerntor ähnlich, ist so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass es abgerissen werden muss.

Ehemaliges Rimkertor von Innen, 8. Februar 1833
- Harzbücherei Wernigerode
Ehemaliges Rimkertor von Innen, 8. Februar 1833 - Harzbücherei Wernigerode
  • Die "Breite Straße" ist seit 1399 als durchquerende Straße in Ost-West-Richtung bekannt. In ihrem östlichen Teil gehörte sie bis 1529 zur selbstständigen Wernigeröder Neustadt. Das bisherige durch einen Brand zerstörte Rimbecker Tor wird abgerissen.

Östliches Ende der Breiten Straße
- Dieter Oemler
Östliches Ende der Breiten Straße - Dieter Oemler
Liebfrauenkirche 1841
- Dieter Oemler
Liebfrauenkirche 1841 - Dieter Oemler
  • Das "Haus Sierakowsky" (Friedrichstraße, Ecke Mönchstieg) wird gebaut. Bauherr ist Major von Sierakowsky, Bürgermeister der selbstständigen Gemeinde Hasserode. Im Gegensatz zu anderen sich in Wernigerode ansiedelnden Pensionären, die ihre Häuser im traditionellen Fachwerkstil bauen lassen, wählt von Sierakowsky einen schlichten glatten Steinbau.

Haus Sierakowsky (gebaut 1852)
- Dieter Oemler
Haus Sierakowsky (gebaut 1852) - Dieter Oemler
Schlossblick um 1860
- Dieter Oemler
Schlossblick um 1860 - Dieter Oemler
  • Die Stadtmauer befindet sich in einem sehr desolaten Zustand, nur Reste sind noch vorhanden. Historisch interessierte Bürger und selbst Graf Otto zu Stolberg-Wernigerode nehmen sich der Mauerreste am Burgberg und am Vorwerk an planen eine Sanierung und damit Erhaltung der Reste.

Reste der Stadtmauer am Burgberg um 1870
- Dieter Oemler
Reste der Stadtmauer am Burgberg um 1870 - Dieter Oemler
  • Um 1870 entsteht an der Westseite des fürstlichen Bibliotheksgebäudes im Lustgarten ein Palmenhaus nach Entwürfen des Baumeisters Messow. Eine andere Quelle nennt für das Palmenhaus als Baujahr 1877 und als Baumeister Carl Frühling.

Palmenhaus im Lustgarten
- Dieter Oemler
Palmenhaus im Lustgarten - Dieter Oemler
Nicolaikirche
- Dieter Oemler
Nicolaikirche - Dieter Oemler
  • Das "Haus Krummel" in der Breiten Straße, Mitte des 19. Jahrhunderts vom Seilermeister Gerlitz erworben, wird von diesem, beginnend 1875, umgebaut. Die neuen Schnitzereien werden vom Bildhauer Carl Bormann aus Nöschenrode angefertigt.

Krummelsches Haus Ende 19. Jahrhundert
- Dieter Oemler
Krummelsches Haus Ende 19. Jahrhundert - Dieter Oemler
Neugestaltung der Albert-Bartelsstraße 1994
- Horst Duve
Neugestaltung der Albert-Bartelsstraße 1994 - Horst Duve
  • Nach einem Entwurf des Schlossbaumeisters Carl Frühling wird ein Denkmal zur Erinnerung an die Gefallenen des Deutsch-Dänischen Krieges (1864) und des Deutsch-Östereichischen Krieges (1866) aus der Grafschaft Wernigerode errichtet. Der 30 Tonnen schwere Granitblock stammt aus dem Gebiet um den Ottofelsen. Für den Transport muss die Wernigeröder Firma Spilker extra einen Wagen anfertigen, der die schwere Last transportieren kann. Zehn Pferde müssen den Wagen ziehen, an dem eine lange Fichte befestigt ist, um den Wagen auf dem stark abschüssigen Weg bis zur Stadt zusätzlich zu bremsen.

Adlerdenkmal zum Gedenken an die Gefallenen im Deutsch-Dänischen und im Deutsch-Östereichischen Krieg
- Dieter Oemler
Adlerdenkmal zum Gedenken an die Gefallenen im Deutsch-Dänischen und im Deutsch-Östereichischen Krieg - Dieter Oemler
Postgebäude 1890
- Dieter Oemler
Postgebäude 1890 - Dieter Oemler
Ratsapotheke
- Dieter Oemler
Ratsapotheke - Dieter Oemler
Schützenverein in der Kaiserstraße später Nöschenröder Straße um 1900
- gemeinfrei
Schützenverein in der Kaiserstraße später Nöschenröder Straße um 1900 - gemeinfrei
  • Das in der 2. Hälfte des Jahrhunderts von Karl Plaisant unter seinem Namen eröffnete Hotel in der Burgstraße wird aus unbekannten Gründen abgegeben und unter dem Namen "Kastens Hotel" weiter geführt. Der Name "Karl Plaisant" erscheint 1904 als Bewohner des Nöschenröder Armenhauses.

"Kastens Hotel"
- Dieter Oemler
"Kastens Hotel" - Dieter Oemler
Im Heideviertel 2016
- Regina Urbat
Im Heideviertel 2016 - Regina Urbat
  • Um 1900 übernimmt Gärtner Wilhelm Sack das lange ungenutzt liegende alte Friedhofsgelände zwischen Johann-Sebastian-Bach-Straße und Flutrenne und legt Gewächshäuser an und baut ein Haus mit einer Blumenhandlung.

Gärtnerei Sack
- Dieter Oemler
Gärtnerei Sack - Dieter Oemler
Hotel "Zur Post" 2015
© Wolfgang Grothe
Hotel "Zur Post" 2015 © Wolfgang Grothe
Blick vom Blockshornberg
- Fotothek Harzbücherei
Blick vom Blockshornberg - Fotothek Harzbücherei
  • Graf Christian Ernst zu Stolberg-Wernigerode sieht sich genötigt, ein Verbot der Walpurgis-Feiern auszusprechen. Er befürchtet "durch eine große Zahl von Halbweltdamen" eine Gefahr für Sitte und Moral in der Stadt.

Walpurgiszug nach der Wende
- Dieter Oemler
Walpurgiszug nach der Wende - Dieter Oemler
Das Krummelsche Haus
- Dieter Oemler
Das Krummelsche Haus - Dieter Oemler
Ratswaage 1908
- Dieter Oemler
Ratswaage 1908 - Dieter Oemler
  • Die südliche und östliche Begrenzung des Vorwerks bildet die Stadtmauer der ehemaligen Wernigeröder Altstadt, besetzt mit zwei Türmen, die noch heute erhalten sind. Durch das sogenannte "Kammertor" an der Südost-Ecke des Vorwerks werden die Milchkühe auf die Wiesen und Wälder außerhalb des Vorwerks zur Weide getrieben.

Austrieb der Milchkühe durch das Kammer-Tor
- Dieter Oemler
Austrieb der Milchkühe durch das Kammer-Tor - Dieter Oemler
Schokoladenfabrik 1920
- Dieter Oemler
Schokoladenfabrik 1920 - Dieter Oemler
  • Der nach Ende des Ersten Weltkrieges erneut aufgenommene Hotelbetrieb im "Hotel Hohnstein" wird, bedingt durch die schlechte wirtschaftliche Situation und das damit verbundene Ausbleiben der Gäste, endgültig am 11. Mai eingestellt. Das Hotel wird aus dem Gewerberegister gestrichen.

  • Das nach dem Ersten Weltkrieg nicht mehr lebensfähige "Hotel Monopol" wird von der Gewerkschaft gekauft und in ein Gewerkschaftshaus umgewandelt und am 21. Januar eingeweiht.
    Das Parteibüro der Wernigeröder SPD zieht ebenfalls ein. Dafür gibt die Partei ihr erstes Haus in der Schmatzfelder Straße auf.

Hotel Hohnstein
- Dieter Oemler
Hotel Hohnstein - Dieter Oemler
  • Die Stadträte von Wernigerode stimmen den seit 1909 von Stadtbaurat Wilhelm Deistel ausgearbeiteten Plänen für den Bau einer Kläranlage und der innerstädtischen Kanalisation zu. Die Situation war durch in die Gosse geleitete flüssige Abfälle aus Haushalt und Gewerbe für Einwohner und Feriengäste unerträglich geworden.

Bau einer innerstädtischen Kanalisation
- Dieter Oemler
Bau einer innerstädtischen Kanalisation - Dieter Oemler
Hotel Eichberg
- Dieter Oemler
Hotel Eichberg - Dieter Oemler
Mittelstraße 4
- Dieter Oemler
Mittelstraße 4 - Dieter Oemler
  • Das alte Fachwerkhaus Marktstraße 5 wird, ohne dass die Denkmalbehörde Einspruch einlegen kann, mit einem stilwidrigen protzigen Ladeneinbau aus Sandstein verunstaltet, der den aus Rogenstein gemauerten Hochkeller und die Palmetten des Untergeschosses zerstört.

Marktstraße 5 nach dem Umbau 1928
- Dieter Oemler
Marktstraße 5 nach dem Umbau 1928 - Dieter Oemler
  • Mit Unterstützung des Harzklub-Zweigvereins Wernigerode stellt die Stadt unter Leitung des Stadtbaurates Wilhelm Deistel auf dem Blockshornberg ein Lönsdenkmal auf mit der Inschrift: "Dem trefflichen Schilderer der bunten Stadt am Harz. Der Harzklub Wernigerode 1919"

Aufstellen des Lönsdenkmals
- Dieter Oemler
Aufstellen des Lönsdenkmals - Dieter Oemler
Alter Platz des Bürgermeister-Erkers vor den Umbaumaßnahmen in den  Jahren nach 1936
- Dieter Oemler
Alter Platz des Bürgermeister-Erkers vor den Umbaumaßnahmen in den  Jahren nach 1936 - Dieter Oemler
Postgebäude 1930 fertig gestellt
- Gerhard Bombös
Postgebäude 1930 fertig gestellt - Gerhard Bombös
Walpurgisnacht mit der Brocken-Bahn
- Dieter Oemler
Walpurgisnacht mit der Brocken-Bahn - Dieter Oemler
"Hotel Reichshof"
- Dieter Oemler
"Hotel Reichshof" - Dieter Oemler
  • Durch die Machtübernahme durch die NSDAP ändern sich die Besitzverhältnisse des Gesellschaftshauses der Gewerkschaften im Salzbergtal erneut. Nach Zerschlagung der freien Gewerkschaften dient es der Deutschen Arbeitsfront Gau Magdeburg-Anhalt als "Erholungsheim Westerntor".

  • Die von Rudolf Kindermann mit seinen Hohenzollern - Wirtschaftsbetrieben aus Magdeburg 1934 erworbene "Storchmühle" im Mühlental wird weiter großzügig ausgebaut und renoviert und entwickelt sich zu einer bedeutenden Ausflugsgaststätte ersten Ranges.

    Beim Ausbau entstand auch der "Florentiner Salon" mit Täfelungen und Holzplastiken nach dem Vorbild des "Genter Altars".

Ausflugsgaststätte "Storchmühle"
- Dieter Oemler
Ausflugsgaststätte "Storchmühle" - Dieter Oemler
Hotel Eichberg
- Stadtarchiv Wernigerode PK IV 0423
Hotel Eichberg - Stadtarchiv Wernigerode PK IV 0423
FDGB-Ferienheim "Brockenblick" um 1950
- Dieter Oemler
FDGB-Ferienheim "Brockenblick" um 1950 - Dieter Oemler
  • Im August werden mit dem Befehl Nr. 23 der Sowjetischen Militäradministration (SMAD) auch die Lazarette in Wernigerode aufgelöst. Die beiden Häuser des ehemaligen Hotels "Eichberg" werden weiter als Krankenhaus genutzt, jetzt für den zivilen Bereich. In der Villa gibt es eine Station für Hautkrankheiten unter Leitung von Dr. Graf.

"Reichshof" Marktstraße
- Stadtarchiv Wernigerode
"Reichshof" Marktstraße - Stadtarchiv Wernigerode
  • Am 10. März vereinigen sich SPD und KPD zur SED für die Stadt und den Landkreis im Saal- und Gaststättenbetrieb "Monopol". Die SPD war in Wernigerode vor der Machtergreifung der Faschisten an Mitgliedern und politischem Einfluss stärker als die KPD. Mit Max Otto stellte die SPD nach 1945 den Bürgermeister. Bei der Vereinigung wurde stets auf eine paritätische Zusammensetzung der Parteileitungen geachtet. Später wurde von diesem Prinzip abgerückt und die SED in eine "Partei neuen Typus", das heißt, in eine nach stalinistischen Prinzipien organisierte "marxistisch-leninistische Kaderpartei" umgewandelt.

Gedenktafel zur Vereinigung von KPD und SPD zur SED
- Dieter Oemler
Gedenktafel zur Vereinigung von KPD und SPD zur SED - Dieter Oemler
"Eselskrug"
- Dieter Oemler
"Eselskrug" - Dieter Oemler
  • Der Wald der Stadt Wernigerode und der sich im Privatbesitz befindliche Wald wird enteignet und dem Staatlichen Forstwirtschaftsbetrieb übergeben. Damit gehört der Wald nicht mehr der Kommune sondern ist "Volkseigentum".

Forstarbeiter mit Kaltblutpferden
- Dieter Oemler
Forstarbeiter mit Kaltblutpferden - Dieter Oemler
Nicolaiplatz mit Kriegerdenkmal und Altersheim um 1930
- Gerhard Bombös
Nicolaiplatz mit Kriegerdenkmal und Altersheim um 1930 - Gerhard Bombös
Elmo-Kindergarten Ilsenburger Straße
- Dieter Oemler
Elmo-Kindergarten Ilsenburger Straße - Dieter Oemler
  • Mit der Bildung des "Staatlichen Forstwirtschaftsbetriebes" beginnt die Technisierung der Waldbewirtschaftung auch in den Harzwäldern um Wernigerode. Traktoren und Raupenschlepper, vereinzelt auch einzelne Seilbahnen für besonders steile Hänge kommen zum Einsatz.

Die Technik hält Einzug in die Bewirtschaftung der Harzwälder.
- Dieter Oemler
Die Technik hält Einzug in die Bewirtschaftung der Harzwälder. - Dieter Oemler
ehemalige Musikschule "An der Malzmühle" 2005
- Dieter Oemler
ehemalige Musikschule "An der Malzmühle" 2005 - Dieter Oemler
  • Das ehemalige "Hotel Reichshof" in der Marktstraße 17, welches 1945 von Offizieren der sowjetischen Besatzungsmacht übernommen worden war, wird wieder als Gaststätte und Hotel, jetzt verstaatlicht, als "Hotel zur Post" von der HO betrieben.

"Hotel zur Post"
- Dieter Oemler
"Hotel zur Post" - Dieter Oemler
"Haus des Handwerks" in der Burgstraße 3
- Stadtarchiv Wernigerode
"Haus des Handwerks" in der Burgstraße 3 - Stadtarchiv Wernigerode
  • Das aus dem Logierhaus "Goldener Engel" hervorgegangene "Tonbildtheater" und bis nach dem Zweiten Weltkrieg als "Bauders Restaurant zur Klause" genutzte Haus wird unter dem Namen "Zur Schönen Ecke" wieder eröffnet.

"Zur Schönen Ecke"
- Dieter Oemler
"Zur Schönen Ecke" - Dieter Oemler
Kindergarten im Zwölfmorgental
- Dieter Oemler
Kindergarten im Zwölfmorgental - Dieter Oemler
Storchmühle 1976
- Dieter Oemler
Storchmühle 1976 - Dieter Oemler
 ehemaliges "Kammer-Tor" am Vorwerk
- Dieter Oemler
 ehemaliges "Kammer-Tor" am Vorwerk - Dieter Oemler
Die Häuser links fallen der Erweiterung des "Gothischen Hauses" zum Opfer
- Dieter Oemler
Die Häuser links fallen der Erweiterung des "Gothischen Hauses" zum Opfer - Dieter Oemler
Schlackenmühle nach der letzten Brandstiftung April 1997
© Wolfgang Grothe
Schlackenmühle nach der letzten Brandstiftung April 1997 © Wolfgang Grothe
"Hotel Harz"
- Dieter Oemler
"Hotel Harz" - Dieter Oemler
Stadtgarten
- Dieter Oemler
Stadtgarten - Dieter Oemler
ehemalige "Storchmühle"
- Dieter Oemler
ehemalige "Storchmühle" - Dieter Oemler
Anschluss der letzten Grundstücke an das Abwasserkanalnetz.
- Dieter Oemler
Anschluss der letzten Grundstücke an das Abwasserkanalnetz. - Dieter Oemler
Robert-Koch-Institut
© Wolfgang Grothe
Robert-Koch-Institut © Wolfgang Grothe
Das neue Adler-Denkmal
- Dieter Oemler
Das neue Adler-Denkmal - Dieter Oemler
  • Das ehemalige Palmenhaus im Lustgarten wird verkauft, nachdem es seit 1930 für verschiedene Wernigeröder Industriebetriebe als Lagerhalle und als Produktionsstätte (Füllhalterfabrik Heiko und von 1973 bis 1990 VEB Reintex) genutzt wurde. 

ehemaliges Palmenhaus
- Dieter Oemler
ehemaliges Palmenhaus - Dieter Oemler
Abriss des "Kulturhauses"
- Dieter Oemler
Abriss des "Kulturhauses" - Dieter Oemler
  • Nachdem die Fa. "Auto- Ackert" im Gewerbegebiet "Stadtfeld" einen neuen Betrieb gründet, entstehen an seiner Stelle in der Ringstraße drei neue Dreigeschosser mit Wohnungen, Geschäften und Dienstleistungsgewerken. Die offene Straßenfront ist damit geschlossen.

Neue Bebauung in der Ringstraße anstelle der ehemaligen Fa. Auto-Ackert
- Dieter Oemler
Neue Bebauung in der Ringstraße anstelle der ehemaligen Fa. Auto-Ackert - Dieter Oemler
  • Das ehemalige Haus Sierakowski in der Friedrichstraße, das mehrere Jahrzehnte Wohnhaus war, wird umfassend saniert und umgebaut und dient anderen Zwecken,wie Wohnungen für Studenten der Hochschule Harz ("Villa Kunterbunt") und als Laden einer Bäckerei.

Das ehemalige Haus Sierakowski in der Friedrichstraße, heute Villa "Kunterbunt"
- Dieter Oemler
Das ehemalige Haus Sierakowski in der Friedrichstraße, heute Villa "Kunterbunt" - Dieter Oemler
  • Durch die Investorengruppe "Wertkonzept" wird der Grundstein für die Bebauung des Geländes zwischen Ringstraße, Pfarrstraße, Albert-Bartels-Straße und Bahnhofstraße gelegt. Dabei wird an der Ecke Albert-Bartels-Straße und Pfarrstraße ein Hotel mit 250 Zimmern, Sauna, Solarium, Whirlpool, Veranstaltungs- und Tagungsräume, dazu ein Saal für 700 Personen sowie ein Parkhaus entstehen.

Harzer Kultur- und Kongesshotel
- Dieter Oemler
Harzer Kultur- und Kongesshotel - Dieter Oemler
  • Der von der Stadtverordnetenversammlung beschlossene Flächennutzungsplan tritt in Kraft.

    Das Gelände der ehemaligen Gärtnerei Sack zwischen Johann-Sebastian-Bach-Straße und Flutrenne wird zur Entspannung der Situation des ruhenden Verkehrs in der Innenstadt in einen großen bewachten Parkplatz verwandelt.

Parkplatz Zentrum
- Dieter Oemler
Parkplatz Zentrum - Dieter Oemler
  • Bei Auseinandersetzungen zwischen Autonomen und rechtsorientierten Jugendlichen gerät das ehemalige Mühlengebäude in der Schlachthofstraße in Brand und wird hinterher völlig abgerissen. Die freigewordene Fläche wird für den Bau des "Altstadtkreisels" genutzt.

Zufahrt zum "Altstadtkreisel"
- Dieter Oemler
Zufahrt zum "Altstadtkreisel" - Dieter Oemler
  • Die deutschlandweiten strukturellen Veränderungen im Postwesen führen zum Verkauf des unter Denkmalschutz stehenden Postgebäudes in der Kanzleistraße an einen privaten Investor. Die Schalterhalle wird weiterhin von der Post genutzt. Nach großen Umbauten im Inneren und auf dem Hofgelände eröffnet der neue Besitzer hier das "Altwernigeröder Aparthotel" und eine Gaststätte unter dem Namen "Kartoffelhaus".

Stadtecke mit neuem Rimker Tor
- Dieter Oemler
Stadtecke mit neuem Rimker Tor - Dieter Oemler
Ruine der ehemaligen Papierfabrik Hasserode
- Dieter Oemler
Ruine der ehemaligen Papierfabrik Hasserode - Dieter Oemler
  • Das ehemalige "Hotel Eichberg" wird im 2. Weltkrieg als Reservelazarett genutzt und als solches mit Befehl 23 der SMAD (Sowjetische Militäradministration Deutschland) aufgelöst. Die beiden Häuser bleiben erhalten und werden als Krankenhaus genutzt. Das Haupthaus wird 1986 als Pflegeheim genutzt und 2002 abgerissen.

Am Eichberg
- Dieter Oemler
Am Eichberg - Dieter Oemler
  • Nach längeren Diskussionen über den Wiederaufbau des Dullenturmes wird entschieden, dass an der Stelle, nur etwas zurückgesetzt, ein 0,5 Meter hoher Grundriss aus erhaltenen Originalsteinen errichtet wird.

 Standort des ehemaligen Dullenturms
- Dieter Oemler
 Standort des ehemaligen Dullenturms - Dieter Oemler
Das ehemalige "Hotel Hohnstein" heute
- Dieter Oemler
Das ehemalige "Hotel Hohnstein" heute - Dieter Oemler
ehemalige Papierfabrik
- Dieter Oemler
ehemalige Papierfabrik - Dieter Oemler
  • Nach der Privatisierung des ehemaligen Objektes "Brockenblick" (Hotel "Fürstenhöhe" - FDGB-Ferienheim "Brockenblick" - Lehrlingswohnheim des Metallgusswerkes) beginnt der Abriss und der Bau einer großen Wohnanlage.

Wohnanlage "Brockenblick"
- Dieter Oemler
Wohnanlage "Brockenblick" - Dieter Oemler
Stadtvillen auf dem Gelände des ehemaligen "Stadtgartens"
- Dieter Oemler
Stadtvillen auf dem Gelände des ehemaligen "Stadtgartens" - Dieter Oemler
Altersgerechte Wohnungen in der Ilsenburger Straße
- Dieter Oemler
Altersgerechte Wohnungen in der Ilsenburger Straße - Dieter Oemler
ehemalige Post
- Dieter Oemler
ehemalige Post - Dieter Oemler
Einfamilienhäuser auf dem Gelände der ehemaligen Verpflegungsstätte des FDGB "Leo Tolstoi"
- Dieter Oemler
Einfamilienhäuser auf dem Gelände der ehemaligen Verpflegungsstätte des FDGB "Leo Tolstoi" - Dieter Oemler
  • Der Kindergarten im Zwölfmorgental wird um- und ausgebaut und erhält das größte begrünte Dach von Wernigerode. Der Kindergarten bekommt den Namen "Hummelhaus". Das Gebäude wurde als Schützenhaus der "Nöschenröder Schützen" erbaut. Die Schützenvereine wurden im Rahmen der Bodenreform aufgelöst.