Benzingerode - Geschichte und Geschichten eines Dorfes am Harzrand 2013

Standort eines Langhauses, nordöstlich von Benzingerode
- Alexander Grothe
Standort eines Langhauses, nordöstlich von Benzingerode - Alexander Grothe
  • Benzingerode ist vermutlich als Hörigensiedlung zum Schutz der mächtigen fränkischen Struvenburg, die bereits im 6. bis 8. Jahrhundert bestanden haben kann, gegründet worden. "Die Burginsassen auf der Höhe mussten einerseits versorgt werden und boten zum anderen den Bewohnern am Fuße des Berges Zuflucht und Schutz bei kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Sachsen."

Blick vom Ziegenberg in Richtung Benzingerode 2015
© Wolfgang Grothe
Blick vom Ziegenberg in Richtung Benzingerode 2015 © Wolfgang Grothe
  • In einer Urkunde wird der Ort Hinzingerode erstmals urkundlich erwähnt (ungefähr zwischen Austberg und Horstberg).

    Hinzingerode gehört zu vielen im Vorharzgebiet im 10. Jahrhundert entstehenden Kleinsiedlungen mit dem Grundwort "-ingerode", die aus "Grubenhäusern" bestehen, und die das Ende des Mittelalters um 1500 nicht überleben (Wüstungen).

  • Während des Dreißigjährigen Krieges wird Benzingerode von kaiserlichen Soldaten ("Isolanische Croaten") besetzt. Ein Oberst Kraft mit seinen Leuten ruinierte und plünderte das Dorf. Sie zerhauen Obstbäume, zertrampeln Saaten, beschädigen die Kirche und rauben sie aus.

    Die relativ kurze Besatzungszeit im Frühjahr 1638 reicht aus, Benzingerode auf lange Zeit ins Elend zu stürzen.