Gerline Schlenker, Gerd Lehmann, Artur Schellbach "Geschichte Sachsen-Anhalts in Daten" 1993

  • 18. Oktober: Heinrich I. verfügt, dass der Graf von Wernigerode Fischmeister von Sachsen wird (erste urkundliche Nennung eines Grafen von Wernigerode, ein "Albertus comes de Wernigerode" - dieser nimmt an einer Herbstsynode in Halberstadt teil). Dieser Graf Albert ist Verwalter des dortigen Reichsbannforstes und übt Vogteirechte über die Klöster Drübeck und Ilsenburg aus.

  • In Wernigerode wird am 25. März das am Veckenstedter Weg gelegene Zwangsarbeiterlager in ein Außenlager des KZ Buchenwald mit dem Tarnnamen "Richard" umgewandelt. 800 Häftlinge müssen im Rautalwerk elektrische Anlagen für das Bomberprogramm der Luftwaffe herstellen.

    Die Häftlinge arbeiten hauptsächlich im Rautalwerk und beim Ausbau eines unterirdischen Stollensystems am Galgenberg. Bis Kriegsende wird das Stollensystem weiter ausgebaut, aber danach nicht weiter genutzt. Vermutlich war eine Untertage-Verlagerung durch die Rautal-Werke vorgesehen.