Stadtarchiv Wernigerode - Findbuch zum Bestand

  • Graf Conrad zu Wernigerode gibt dem Spital, vermutlich "St. Nicolai", in Wernigerode vier Hufe Land, drei Hufe zwischen der Stadt und dem Reddeberholze und eine auf dem Marklingeröder Felde.

Urkunde des Grafen Cord von Wernigerode vom 29.09.1386
- Stadtarchiv Wernigerode
Urkunde des Grafen Cord von Wernigerode vom 29.09.1386 - Stadtarchiv Wernigerode
Urkunde von Graf Conrad von Wernigerode
- Stadtarchiv Wernigerode WR/I/IV/B/1
Urkunde von Graf Conrad von Wernigerode - Stadtarchiv Wernigerode WR/I/IV/B/1
  • Der Graf von Wernigerode bekundet, dass auf seine Bitten "der Rat, Bürger und Meinheit der Stadt Wernigerode gehuldigt haben den Grafen zu Stolberg, unbeschadet der Rechte des Grafen von Wernigerode".

Bestätigung der Huldigung
- Stadtarchiv WR/I/VI/B/1
Bestätigung der Huldigung - Stadtarchiv WR/I/VI/B/1
  • Fredereck, Markgraf zu Brandenburg, bestätigt die Rechte und Freiheiten, welche der Rat zu Wernigerode und die Bürger und die Gemeinheit von den Grafen Corde und Hinreck sowie Bothos besessen haben.

  • Der Graf von Stolberg Wernigerode und der Rat der Stadt schließen einen Vergleich wegen etlicher Zölle. "Der Zoll von Hopfen, den man in ganzen Stücken durch die Stadt führt, von Eisen, dass in der Ratswaage nicht einkommt, von Speck, der durch die Stadt geht, bleibt herrschaftlich. Vollgehende Zölle soll der Rat aufnehmen, wie er von der Herrschaft schon berichtigt war, von Bier und Met, dass man aus der Stadt führt, von Eisen, dass man von der Stadtwaage handelt und nur dort gewogen wird, von Hopfen, den der Stadthopfenmeister misst, von Schweinen, Pferden, Kälbern und Schafen, die man in der Stadt verkauft oder in die Stadt führt, Rädern, Kisten und Stockbetten, Salzkarren, Wagen mit Salz, Rüben, Zippeln oder Kungest, Heringen oder Fischen in Tonnen oder halben, die man auf dem Markt ausstellt. Auch kann der Wart Städtegeld aufnehmen und Wegpfennige, wie es schon zuvor war."

  • Graf Heinrich, Herr zu Stolberg und Wernigerode, bekundet, dass ihm der Rat der Altstadt zu Wernigerode "um des Dienstes halben 600 gute Rheinische Gulden" gezahlt habe wegen der unbesetzten und wüsten Marken und Dörfer "Rymke, Wolberode, Hennzingerode, das Aldenroder Feld, Nidderminszleben, Obirminszleben, Smarthfelt, das Roth, das Steinbrok und Margkelingerode".

  • Die Brüder des Einsiedler-Klosters Himmelpforte verkaufen für zweieinhalb Mark "Halberstädtischer Währung" ihr Haus hinter der Liebfrauenkirche zum Erbenzins von neun Schilling an Bürgermeister und Rat zu Wernigerode.

  • Heinrich Caspar und die Grafen Heinrich und Botho geben ihre Zustimmung dazu, dass Magister Ulrich Rispen, Pfarrer zu Stolberg, dem Prior Andreas Proles das Einsiedlerkloster Himmelpforte für 170 Rheinische Gulden verkauft.

  • Graf Botho zu Stolberg und Wernigerode übereignet dem Rat der Altstadt zu Wernigerode einen Teich an dem Reddeberwege mit einem Wasserlauf, um eine Sägemühle zu bauen, gegen 6 Groschen Erbenzins. Der Rat hat dagegen die Sägemühle abgetreten, die ihm Graf Heinrich, Bothos Vater, verschrieben hat.

  • Der Rat zu Wernigerode beurkundet, dass Prior und Convent des Klosters Himmelpforte deren Hauptverschreibung an sich gebracht haben. Der Bürgermeister Albrecht Meiger zu Halberstadt tritt mit diesem "Contract" diese wiederum ab.

  • In der Zeit zwischen 1535 und 1545, also in der Zeit des Bürgermeisters Balthasar Hillebrecht, erhält Wernigerode neue konkrete Bestimmungen zum Stadtrecht. Zum Beispiel: "...Es soll niemands aschen, gruden, kerich oder unflat an die gassen oder strassen schutten, es sey tag oder nacht, wer das breche, soll es mit acht teynden vorbussen alß oft es geschicht..."

  • Graf Botho zu Stolberg bestätigt am 24. Mai die "Gewerkschaft der Schieferbergwerke" in der Grafschaft Wernigerode und gestattet denselben auf vier Jahre die "Benutzung der Seigerhütte vor Wernigerode".

  • Johann Adenbüttel verkauft für sich und seine unmündigen Vettern dem Rat zu Wernigerode Haus und Hof am Markt beim Weinkeller gelegen, um darauf ein neues Rathaus zu bauen und den Markt zu erweitern.

  • Bürgermeister und Rat zu Wernigerode bekunden, dass die Grafen zu Stolberg 8000 Goldgulden schuldig geworden sind, die durch die Erbschaft an seinen Schwiegersohn Chistoph Heufener und seinen Kindern gekommen sind. Wegen der vertagten Zinsen ist ein Vertrag abgeschlossen worden über 17000 Gulden zu 20 Mariengroschen.

  • Der Rat zu Wernigerode wendet sich am 25. Januar in einem Schreiben mit einer Bitte um Unterstützung an den Kurfürsten zu Brandenburg. Der "Comptur zu Langeln und andere Ordensverwandte haben sich zusammengeschlagen" um die Stadt Wernigerode zu überfallen.

  • Bürgermeister und Ratsmänner zu Wernigerode und Johann und Heinrich Lutterot verpachten ihre Papiermühle vor dem Westerntor über der Ratssägemühle an Hans Rettmer auf 20 Jahre für 70 Taler. Die eine Hälfte bekommt der Rat, die andere die Gebrüder Lutterot.

Orgel in der Sylvestrikirche
- Fotothek Harzbücherei
Orgel in der Sylvestrikirche - Fotothek Harzbücherei
  • Der Graf wendet sich mit einem Schreiben an den Rat zu Wernigerode, dass es den Paten und Kindern zu gestatten ist, das "Rennei" oder Osterei nach altem Brauch für die bevorstehende Osterzeit ebenfalls holen  zu dürfen. Bei denjenigen Hauswirten, bei denen "die giftige Seuche ausgebrochen ist" ist es den "Kindern und Gesinde" nicht gestattet.

  • Die Grafen Johann und Heinrich zu Stolberg befehlen dem Bürgermeister und Rat bei 100 Talern Strafe den Schenken der Alt- und Neustadt das beabsichtigte Ausschenken von "Braunschweiger Mumme" zu unterlassen.

  • Am 6. Oktober erhält Jacobus Weise, Stadtsyndicus zu Wernigerode vom Markgrafen zu Brandenburg und Kurfürsten zu Preußen einen Schutzbrief gegen die Angriffe des Grafen zu Stolberg und dessen Beamte und Diener.

  • Am 23. März verkaufen Bürgermeister und Rat den oberen Teil der Walkmühle("Schiefes Haus") in der Stadt an die Tuchmachergilde, die schon den unteren Teil besitzt für 100 Mariengroschen zu 21 Groschen. Der Teichdamm soll auf des Rates Unkosten gehalten werden.

"Schiefes Haus" 2016
© Wolfgang Grothe
"Schiefes Haus" 2016 © Wolfgang Grothe
  • Der Bürgermeister und Rat zu Wernigerode unterbreiten am 8. Februar Graf Christian Ernst ihre Vorstellungen betreffend der Eingriffe in die Rechte der Stadt und verlangen die Versicherung aller Rechte.


	
		
	
	
		
			Stadtmauer und Schalenturm mit einem bewohnten Vorbau. Große Bergstraße mit Blick zum Schloss, vor 1850
		
	

- Stadtarchiv Wernigerode
Stadtmauer und Schalenturm mit einem bewohnten Vorbau. Große Bergstraße mit Blick zum Schloss, vor 1850 - Stadtarchiv Wernigerode
  • Am 27. Februar beruft die Gräfliche Regierung wegen der neuen Kriegsgefahr die Stände, die Inhaber und Verwalter der Klöster, den Adel, die Freisassen, die Güter-Pachtinhaber, den Bürgermeister und Rat, Viermannen und Geschworene in den Flecken und Dörfern zu einer Beratung.

Johannistor (lag am westlichen Ende der heutigen Pfarrstraße und bildete den Stadtausgang Richtung Westen)
- gemeinfrei
Johannistor (lag am westlichen Ende der heutigen Pfarrstraße und bildete den Stadtausgang Richtung Westen) - gemeinfrei
  • Graf Wolff Ernst zu Stolberg verleiht seinem Fischmeister Hans Sumburgk, dessen Hausfrau und seinen Kindern einen Wiesenfleck, zwischen dem Curtsteich und neuen Teich gelegen, gegen jährlich 3 Mariengroschen Erbenzins.

ehemalige nördliche Mauer mit Gefangenenturm um 1855
- Stadtarchiv Wernigerode
ehemalige nördliche Mauer mit Gefangenenturm um 1855 - Stadtarchiv Wernigerode
  • Graf Christian Ernst zu Stolberg-Wernigerode beurkundet am 28. Mai, dass ihm Bürgermeister und Rat zu Wernigerode einen Platz an der Stadtmauer, gegenüber den Ritterhöfen, überlassen für die Wohnung des Stadtvogtei-Gerichtsdieners. Es soll aber kein Gefängnis dort errichtet werden.

  • Der Graf erlässt am 15. Januar eine Ordnung darüber, dass die Ratsmitglieder an den ordentlichen Ratstagen sich pünktlich einfinden und das die spät kommenden 4 gute Groschen und diejenigen, welche nicht erscheinen, 8 gute Groschen Strafe in die Armenkasse zahlen müssen.

Akte wegen des Mahlens an der Hasseröder Mühle
- Stadtarchiv Wernigerode WR/I/I/E/31
Akte wegen des Mahlens an der Hasseröder Mühle - Stadtarchiv Wernigerode WR/I/I/E/31