Neue Wernigeröder Zeitung - Harzer Wochenblatt - Verlag Jüttners Buchhandlung

Verwaltungsgebäude in der Friedrichstraße 2016
© Wolfgang Grothe
Verwaltungsgebäude in der Friedrichstraße 2016 © Wolfgang Grothe
  • Mit 19 571 Einwohnern (mit Nöschenrode 21 749) geht Wernigerode in den Ersten Weltkrieg. Wernigerode wandelt sich in eine Lazarettstadt. Viele Hotels und Fremdenheime werden in Abteilungen des Reserve-Lazaretts Wernigerode umgewandelt. Bereits in den ersten Monaten des Krieges treffen die ersten 280 Verwundeten ein. Ab Ende 1914 bis 1918 befinden sich ständig 900 bis 1000 Verwundete in der Stadt.

Hotel "Lindenberg"
- Stadtarchiv Wernigerode PK/IV 259
Hotel "Lindenberg" - Stadtarchiv Wernigerode PK/IV 259
  • Der Beginn des 1. Weltkrieges löst auch in Wernigerode wie in anderen deutschen Städten eine wahre Kriegsbegeisterung aus. Die "Wernigeröder Zeitung und Intelligenzblatt" schreibt am 15. August: "Mit Stolz lesen wir allenthalben, daß die Zahl unserer Kriegsfreiwilligen so groß ist, daß der vorläufige Bedarf unseres Heeres reichlich gedeckt ist. Die Meldungen sind so zahlreich, wie sie selbst optimistische Berechner nicht voraussehen konnten...".

  • Am 6. März erscheint die erste Ausgabe der "Neuen Wernigeröder Zeitung" als "Harzer Wochenblatt" im "Verlag Jüttners Buchhandlung". Herausgeber ist Rainer Schulz, Redakteurin Christine Trosin. Die NWZ versteht sich als Heimatzeitung als Nachfolgerin der 1779 gegründeten "Wernigeröder Zeitung und Intelligenzblatt", der "größten, ältesten, verbreitetsten Zeitung des Kreises Grafschaft Wernigerode am Harz".

  • Am 21. August ist das Thumkuhlental erneut Ort eines tragischen Eisenbahnunfalls. Kurz nach 14 Uhr stößt ein talwärts fahrender Dampfzug mit einem entgegenkommenden, von einer Diesellok gezogenen Zug frontal zusammen. Bei dem Zusammenprall werden 35 Fahrgäste leicht und vier schwer verletzt.

    Der talwärts fahrende Zug war ohne Genehmigung weitergefahren.

Stromladesäule am Parkplatz Hochschule Harz
© Wolfgang Grothe
Stromladesäule am Parkplatz Hochschule Harz © Wolfgang Grothe
  • Den zweitwärmsten November seit 1836 ermittelt die "Wetterwarte Brocken". Die Temperatur auf dem Brocken im Herbst 2014 (Sept. bis Nov.) liegt im Durchschnitt bei 7,0 Grad (langjähriges Klimamittel 4,0 Grad). Die Niederschlagsmenge von 360 Liter liegt mit 92 Litern unter dem Mittelwert. Dagegen scheint die Sonne 302 Stunden gegenüber dem Mittelwert von 274 Stunden. Am 23. November ist Wernigerode dank Harzföhn mit 17 Grad Celsius der wärmste Ort Deutschlands.

typische Inversionswetterlage über Wernigerode am 22.01.1982
- Dieter Oemler
typische Inversionswetterlage über Wernigerode am 22.01.1982 - Dieter Oemler
Neue Industriebetriebe in der Stadt
© Wolfgang Grothe
Neue Industriebetriebe in der Stadt © Wolfgang Grothe