Wer schreibt? Autoren

Beiträge von Wolfgang Grothe

  • Die Dorfkirche von Hasserode "St.Andreas" ist dem Verfall preisgegeben. Es ist davon auszugehen, dass deshalb am 11. Februar mehrere Kardinäle den Gläubigen für jeden dort zugebrachten Tag hundert Tage Ablass geben, welche diese Kirche an gewissen Festen besuchen und für diese ihre mildtätige Hand öffnen würden.
 Dullenturm
- Dieter Oemler
 Dullenturm - Dieter Oemler
  • Heinrich Caspar und die Grafen Heinrich und Botho geben ihre Zustimmung dazu, dass Magister Ulrich Rispen, Pfarrer zu Stolberg, dem Prior Andreas Proles das Einsiedlerkloster Himmelpforte für 170 Rheinische Gulden verkauft.
  • Ausbau der Burg, u.a. Errichtung des "Steinernen Hauses" und des "Neuen Hauses", einer Bastion mit Zugangstoren sowie der zweiten Ringmauer.
  • In Benzingerode existiert eine Ziegelei, die Backsteine für den Bau des Wernigeröder Rathauses liefert.
    Fritz Schlimmer
  • Der Unterbau des Spelhuses erhält ein Fachwerkgeschoß (Pläne von Andreas Sprengel, später von Thomas Hilleborch).
Bau der Ratswaage 1494
- Harzbücherei Wernigerode
Bau der Ratswaage 1494 - Harzbücherei Wernigerode
Burg um das Jahr 1494
- Karl-Heinz Döring
Burg um das Jahr 1494 - Karl-Heinz Döring
  • In der Sackgasse an der Stadtmauer existiert ein "Frauenhaus". Hier wohnen die so genannten "sauberen Frauen". Diese Bezeichnung rührt daher, da die Frauen dieses Freudenhauses von einem Arzt gesundheitlich untersucht wurden.
  • In der Saumschelle des aufgestockten Obergeschosses des Rathauses wird die Inschrift "Complet - per - Thomas - Hilleborch - Anno - M - CCCC - XCVIII - Die - viti - buhern - hinr - kimen - h.het" (Vervollständigt von Thomas Hilleborch im Jahre 1498 am Tage St. Veits. Bauherr: Hinrich Kimen , H. Het), eingestochen.
  • Die Einwohnerzahl dürfte bei 2300 liegen.
  • Juliana zu Stolberg wird am 15. Februar in Stolberg als Tochter des Grafen Botho und dessen Ehefrau Anna von Eppstein-Königstein geboren und damit die Wiege für ein neues europäisches Königshaus, dem Niederländischen, gelegt. Ihre Kindheit verbringt sie bis zum 13. Lebensjahr abwechselnd in Stolberg und Wernigerode.
Gräfin Juliana zu Stolberg
- Wikipedia
Gräfin Juliana zu Stolberg - Wikipedia
  • Graf Botho zu Stolberg und Wernigerode übereignet dem Rat der Altstadt zu Wernigerode einen Teich an dem Reddeberwege mit einem Wasserlauf, um eine Sägemühle zu bauen, gegen 6 Groschen Erbenzins. Der Rat hat dagegen die Sägemühle abgetreten, die ihm Graf Heinrich, Bothos Vater, verschrieben hat.
  • Albrecht, Erzbischof von Magdeburg und Mainz, Primus Erzkanzler des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und Administrator von Halberstadt bestätigt der Fronleichnamsbrüderschaft in der Pfarrkirche Unser Lieben Frau zu Wernigerode ihre althergebrachten Einrichtungen, insbesondere die gemeinsame Feier der Fronleichnamsmesse mit einzelnen Bestimmungen dazu.
Kardinal Albrecht von Brandenburg (1490-1545)
- unbekannt
Kardinal Albrecht von Brandenburg (1490-1545) - unbekannt
  • Am 6. August besucht Martin Luther das Kloster Himmelpforte, wo er sich mit seinem Freund, dem Generalvikar Johann von Staupitz, trifft.
Martin Luther
- Wikipedia
Martin Luther - Wikipedia
  • Wann der Bergbau auf Erz im Thumkuhlental aufgenommen wurde, lässt sich nicht datieren. Ein Lehnbrief des Grafen zu Stolberg-Wernigerode aus dem Jahre 1520 über die "Dhumenkuhle" auf die Mutung von Silber, Kupfer und Blei kann als ein Hinweis auf die Anfänge des Bergbaus gewertet werden.
  • Graf Botho zu Stolberg Wernigerode erhält von Herzog Georg von Sachsen eine Feldschlange als Geschenk, die auf den Namen "Schöne Treiberin" getauft wird.
"Schöne Treiberin"- Dieter Oemler
"Schöne Treiberin"- Dieter Oemler
  • Die erste evangelische Predigt wird in Wernigerode von Johann Kleppio "mit vielen Beyfall gehalten". Die "völlige Bekehrung der Einwohner dieser Grafschaft" wird dem Bischof zu Halberstadt "Hildegrino", seinem Bruder "Lutgero", Bischof zu Münster, wie auch dem Bischof zu Hildesheim zugeschrieben.
  • Zur Zeit des Bauernkrieges rauben aufständische Bauern das Kloster Himmelpforte aus. Die Bausubstanz bleibt zunächst weitestgehend erhalten. Der Haupträdelsführer, der gräfliche Leibarzt (in anderen Quellen als Barbier bezeichnete) Wilhelm Wiardes wird zum Tode verurteilt, aber schließlich mit Landesverrat begnadigt.
  • In das leere Gebäude des ehemaligen Klosters Himmelpforte wird zunächst eine Ziegelei eingerichtet zur Herstellung von Baumaterial für den Wiederaufbau der Stadt nach dem Stadtbrand.
  • Wernigerode besitzt eine "Feuerlöschordnung", die zu den ältesten des Reiches gehört. Die Feuerlöschordnung ist auf Veranlassung des Offiziers des Fürstbischofs von Halberstadt, Heinrich Horn, eines gebürtigen Nöschenröders entstanden. Auch sonst hat Horn mit seinem Rat und vor allem mit seinen Geldmitteln der Stadt beim Wiederaufbau helfend zur Seite gestanden, u.a. mit einer Holzwasserleitung.
Die "historischen Ratsherren" zur Feier des 725-jährigen Stadtjubiläums 1954
- Dieter Oemler
Die "historischen Ratsherren" zur Feier des 725-jährigen Stadtjubiläums 1954 - Dieter Oemler
  • Der Rat erwirbt das sich südwestlich an das Spelhus anschließende Ackerbürgerhaus der Familie Schierstedt am Klint und richtet dort das städtische Waaghaus ein, in dem dann auch Stadtkämmerer und Stadtschreiber wohnen.
Rathaus mit Klint um 1925 vor dem Umbau
- Stadtarchiv Wernigerode
Rathaus mit Klint um 1925 vor dem Umbau - Stadtarchiv Wernigerode