Suche nach schriftsteller

  • Heinrich Gottlieb Zerrenner, ein später sehr geachteter pädagogischer Schriftsteller und populärer Kanzelredner, wird in Wernigerode geboren.
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  • Christoph Gottfried Jacobi, deutscher evangelischer Theologe, geistlicher Liederdichter und Schriftsteller, kehrt dem provinziellen Wernigerode den Rücken und folgt dem Ruf nach Magdeburg, wo er seine schriftstellerische Tätigkeit fortsetzt. Jacobi hinterläßt zahlreiche Schriften volksaufklärerischer Natur und setzt sich für die Errichtung obligatorischer Kassen für Kranke und Erwerbslose ein, deren Satzung er verfaßt.
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  • Der Pädagoge und Schriftsteller August Wilhelm Grube († 28. Januar 1884 in Bregenz) wird am 16. oder 17. Dezember in Wernigerode geboren. Er vermacht sein Vermögen seiner Geburtsstadt, die eine Straße nach ihm benennt.
    wikipedia.org - August Wilhelm Grube
Geburtshaus August Wilhelm Grubes in Wernigerode
© gemeinfrei
  • Victor Aime Huber, ein bedeutender deutscher Sozialreformer, politischer Denker, Reiseschriftsteller und Literaturhistoriker, siedelt sich in Wernigerode an. Er stirbt hier am 19. Juli 1869 und wird auf dem St. Theobaldifriedhof beigesetzt.
Victor Aime Huber
© Dieter Oemler
  • Hermann Paul Reichardt wird am 27. November 1885 in Magdeburg geboren. Reichardt (SPD) bekleidet als Zweiter Bürgermeister von Wernigerode das Amt von 1922 bis er am 22.03.1933 von den Nazis „beurlaubt“ wird. In der Zeit ab 1933 widmet sich Reichardt geschichtlichen Forschungen und seinen heimatschriftstellerischen Neigungen, schreibt eine Anzahl geschichtlicher Werke und Dichtungen. Nach dem Hitler-Attentat am 20. Juli 1944 wird auch Hermann Paul Reichardt bis September in das KZ Sachsenhausen gesperrt. 1945 lehnt Reichardt das Ansinnen der Besatzer ab, sein Amt als Bürgermeister wieder aufzunehmen. Nach eigener Ansicht verspricht er sich davon „keinen Segen“. Außerdem will er sich eigenem Bekunden nach nicht den Besatzungsmächten fügen. Die sowjetische Kommandantur befiehlt ihm dann jedoch, die Geschäfte des Landrates für den Kreis Wernigerode ab September 1945 aufzunehmen. 1947 wurde Reichardt krank und arbeitsunfähig.
    Ralf Mattern "Orte der Wernigeröder Arbeiter- und Demokratiebewegung - Ein historischer Rundgang durch die Stadt und die Ortsteile" 2017
Hermann Paul Reichardt (Bild undatiert)
© Ralf Mattern: Orte der Wernigeröder Arbeiter- und Demokratiebewegung: Ein historischer Rundgang durch die Stadt und die Ortsteile
  • Nachdem die Nationalsozialisten am 19. Mai in Berlin unter dem Jubel Tausender die erste Bücherverbrennung inszeniert hatten, brannten im gesamten Reich, besonders in den Universitätsstädten, die Werke international und national bekannter deutscher Schriftsteller. Auch Wernigerode war davon vermutlich betroffen. Es existiert jedoch nur ein Foto. In den lokalen Zeitungen gibt es keine Hinweise. In den Universitätsstädten ging die Bücherverbrennung zur gleichen Zeit mit einer propagandistischen Hetze gegen "jüdische, kommunistische und volksfeindliche Autoren" in der Presse einher.
Naziaufmarsch 1933 auf dem Marktplatz - Bücherverbrennung?
© Fotothek Harzbücherei Wernigerode
  • In den letzten Kriegstagen passieren Häftlingskolonnen aus den Konzentrationslagern auf den Todesmärschen unsere Stadt. Der französische Schriftsteller und Resistancekämpfer Robert Antelme, beschäftigt sich später in seinen Erinnerungen mit der Gleichgültigkeit der Wernigeröder: "Als man gestern die Kameraden tötete, bummelten diese Leute ebenfalls über die Bürgersteige. Sie wissen, was sie tun, sie wissen, was man mit uns tut." 13 bis 14 Jahre alte Kinder beschimpfen die Häftlinge als Banditen und Verbrecher, einige ältere Männer gesellen sich zu den Jugendlichen.
    Reinhard Jacobs "Terror unterm Hakenkreuz" - Orte des Erinnerns in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt - S. 50
Gedenkstein an der "Steinernen Renne"
© Wolfgang Grothe
  • Der greise dänische Schriftsteller Martin Andersen Nexö nimmt an der feierlichen Einweihung der Betriebsberufsschule des Elektromotorenwerkes Wernigerode am 3. Dezember teil und verleiht der Schule seinen Namen, BBS "Martin - Andersen - Nexö".
    Archiv Neues Deutschland
Martin Anderson Nexö besucht 1949 das Elektromotorenwerk Wernigerode
© Fotothek Harzbücherei
  • Hermann Paul Reichardt stirbt am 15. Februar 1962. Reichardt (SPD) bekleidet als Zweiter Bürgermeister von Wernigerode das Amt von 1922 bis er am 22.03.1933 von den Nazis „beurlaubt“ wird. In der Zeit ab 1933 widmet sich Reichardt geschichtlichen Forschungen und seinen heimatschriftstellerischen Neigungen, schreibt eine Anzahl geschichtlicher Werke und Dichtungen. Nach dem Hitler-Attentat am 20. Juli 1944 wird auch Hermann Paul Reichardt bis September in das KZ Sachsenhausen gesperrt. 1945 lehnt Reichardt das Ansinnen der Besatzer ab, sein Amt als Bürgermeister wieder aufzunehmen. Nach eigener Ansicht verspricht er sich davon „keinen Segen“. Außerdem will er sich eigenem Bekunden nach nicht den Besatzungsmächten fügen. Die sowjetische Kommandantur befiehlt ihm dann jedoch, die Geschäfte des Landrates für den Kreis Wernigerode ab September 1945 aufzunehmen. 1947 wurde Reichardt krank und arbeitsunfähig.
    Ralf Mattern "Orte der Wernigeröder Arbeiter- und Demokratiebewegung - Ein historischer Rundgang durch die Stadt und die Ortsteile" 2017
Hermann Paul Reichardt (Bild undatiert)
© Ralf Mattern: Orte der Wernigeröder Arbeiter- und Demokratiebewegung: Ein historischer Rundgang durch die Stadt und die Ortsteile
  • Am 8. Juni wird im Rahmen einer festlichen Sondersitzung des Stadtrates an den in Wernigerode geborenen Harzer Schriftsteller Bernd Wolff für seine kulturellen und künstlerischen Leistungen für Wernigerode und die Region der "Wernigeröder Kunstpreis 2015" verliehen.
    Amtsblätter der Stadt Wernigerode - Nr.7/2015 S.9