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  • Das gesamte Gebiet des heutigen Wernigerode und seiner Ortsteile gehört ab dem 8. Jahrhundert zum Harzgau ("hart" = Wald), einer mittelalterlichen Gaugrafschaft, die westlich von der Oker, nördlich vom "Großen Bruch", östlich von der Bode und südlich vom nahezu undurchdringlichen Urwald begrenzt wird. Nach dem Untergang des "Thüringer Reiches" im Jahr 531, zu dem auch die Region des Nordharzes gehörte, kam es zur Entvölkerung der Gegend. Alte Orts- und Flurnamen weisen noch heute auf die Mischbevölkerung der Harzregion hin, z.B. auf die aus dem heutigen Jütland eingewanderten Warnen (-leben, wie Minsleben) oder die Langobarden (-ingen, wie Süpplingen). Nach der endgültigen Unterwerfung der Sachsen durch die karolingischen Franken im Jahr 804 dringt in unsere Region aus Richtung Westen neben Sachsen die fränkische Oberschicht ein.
    Monatsschrift des Harzklubs "Der Harz" Jahrgang 1922
  • Das heutige Wernigerode mit den Ortsteilen Nöschenrode und Hasserode wird als "die Stadt Wernigerode, der Flecken Nöschenrode und das Dorf Hasserode“  bezeichnet. Wernigerode wird als freundliche und blühende Stadt beschrieben, die schon "...ein Krankenhaus, 5 Hospitäler und eine Rettungsanstalt für Mädchen" besitzt. Als erwähnenswerte Gasthöfe gelten der „Weiße Hirsch" und das „Deutsche Haus". Viele Einwohner der drei Orte haben sich auf das Vermieten von Zimmern an „Sommerfrischler“  eingerichtet. Die hiesigen Fremdenführer stehen unter polizeilicher Aufsicht, damit sie die Fremden bei der Berechnung der Botenlöhne nicht „übers Ohr hauen“.
    Ferdinand Freytag / Samuel Diénes (Herausgeber) - "Der Führer durch die Grafschaft Wernigerode von der Stadt Wernigerode aus, nebst einer Charte von dieser Grafschaft" Wernigerode 1856
Wernigerode um 1855
© Frank Wiesner
  • Einer der jüngsten Ortsteile Wernigerodes ist Schierke. Der Ort gilt schon Anfang des 20. Jahrhunderts als ein Kurbad von Welt. Durch die Lage nahe dem Brocken, die reine und frische Luft und die Weitläufigkeit der Umgebung mit unzähligen Wandermöglichkeiten herrscht das ganze Jahr über reger Touristenverkehr. Es gibt einfache Herbergen, Gästezimmer, aber auch mondäne Hotels und Kureinrichtungen wie das Kurhotel "Barenberger Hof". Man behandelt Herz- und Gefäßerkrankungen, aber auch Asthma und andere Atemwegserkrankungen. Im Winter wird schon eine Eisbahn zur Vergnügung angeboten und es finden Bobrennen statt.
    Hans Deistel et al. (Stadtbaurat) "Wernigerode Stadt und Land - Deutschlands Städtebau - Stadt Wernigerode und Kreis Grafschaft Wernigerode mit seinen Kurorten Ilsenburg und Schierke" 1926 Dari-Verlag Berlin - S.65 ff.
Speisesaal im Kurhotel "Barenberger Hof" Schierke
© Frank Wiesner
  • Während des gesamten Zweiten Weltkrieges waren in der Stadt Wernigerode (außer den heutigen Ortsteilen) insgesamt 7727 ausländische Zwangsarbeiter bei ca. 300 Wernigröder Arbeitgebern (Betriebe, Einrichtungen, Handwerker und Privathaushalte) beschäftgt. Die größten Kontingente kamen aus Belgien (2388), Frankreich (1959), der Sowjetunion (1838), den Niederlanden (623), Polen (548) und der Tschechoslowakei (308)
    Stadtarchiv Wernigerode
  • Im gesamten Jahr 1993 werden in Wernigerode, einschließlich der Ortsteile, neue Unternehmen gegründet, 150 Handelsbetriebe, 36 Gaststättenbetriebe, 28 Handwerks- und Produktionsbetriebe, 15 Verkehrsbetriebe, 226 sonstige Dienstleistungsbetriebe und 23 Reisegewerbe.
    Amtsblätter der Stadt Wernigerode
  • Am 9. Mai (Zensus -Stichtag) leben in Wernigerode und den Ortsteilen 33964 Einwohner (davon 17880 weiblich und 16080 männlich). 880 Katholiken stehen 5050 evangelische Christen gegenüber. 27580 Einwohner sind konfessionslos. Von den Erwerbstätigen sind 12360 im Dienstleistungssektor und 5200 in der Produktion tätig. 5720 Wernigeröder pendeln nach außerhalb, während 10410 aus anderen Orten nach Wernigerode pendeln.
    Zensus 2011
Wernigerode - eine liebenswerte Stadt mit Zukunft

(Breite Straße)
© Wolfgang Grothe
  • Am 22. September sind die Einwohner von Wernigerode zur Bundestagswahl aufgerufen. Nur 51 Prozent der Wahlberechtigten beteiligen sich an der Wahl. Die meisten Stimmen entfallen in den Wahlbezirken der Stadt und den Ortsteilen auf die CDU zwischen 37,5 % (Burgbreite) und 57,1 % (Schierke), auf die SPD zwischen 12,5 % (Benzingerode) und 26,7 % (Minsleben) sowie auf die Partei "Die Linke" zwischen 15.0 % (Minsleben) und 26.9 % (Burgbreite). Alle anderen Parteien liegen unter 5%.
    Amtsblätter der Stadt Wernigerode
  • Die 5400 Straßenlaternen in Wernigerode und den Ortsteilen und auch alle städtischen Gebäude und Einrichtungen werden von den Stadtwerken mit Ökostrom versorgt.
    Neue Wernigeröder Zeitung - Harzer Wochenblatt - Verlag Jüttners Buchhandlung - 25. Jahrgang Nr.15 vom 23. Juni 2014 S. 4
Stromladesäule am Parkplatz Hochschule Harz
© Wolfgang Grothe
  • Seit 1989 bis heute ist in Wernigerode mit Ortsteilen die Zahl der Einwohner von 40 000 auf 34 000 geschrumpft. Die Anzahl junger Einwohner sinkt, während die Anzahl älterer Einwohner zunimmt. Die Geburtenzahl liegt niedriger als die Zahl der Sterbefälle. Bis 1995 verließen in jedem Jahr 500 Abwanderer die Stadt, während seit 2008 die Bilanz von Zu- und Abwanderern leicht positiv ist, besonders durch den Zuzug von Vor- und Oberharzern über 65 Jahre.
    Volksstimme - 24.4.2015 S.13
Plattenbauten im "Stadtfeld"
© Wolfgang Grothe
  • Am 2. Juni werden Wernigerode und die Ortsteile zwischen 9:00 und 12:00 Uhr von einem Starkregen von ca. 70 Liter pro Quadratmeter betroffen. Straßen und Unterführungen sind überflutet. 45 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren sowie weitere Mitarbeiter des Bauhofes und des Abwasserverbandes sind im Einsatz, um die Schäden zu beseitigen.
    Stadtportal Wernigerode
  • Um die Zukunft der Stadt mit zu gestalten, nahmen am 15. November über 250 Einwohner der Stadt und ihrer Ortsteile an der von der Stadtverwaltung vorbereiteten Zukunftskonferenz im Rathaus teil. Vorausgegangen war eine umfangreiche Bürgerbefragung mit reger Beteiligung. Als Ergebnis wurden Leitsätze formuliert und während der Konferenz in Arbeitsgruppen mit Zielen und Maßnahmen untersetzt. Verwaltung und Stadtrat sind nun gefordert, mit den Ergebnissen der Konferenz die Lokalpolitik zu gestalten und die Bürgerinnen und Bürger bei der Umsetzung einzubeziehen.
    Stadtportal Wernigerode
Zukunftskonferenz am 15. November im Rathaus
© Pressestelle der Stadtverwaltung
  • Die Bevölkerung des Landes schrumpft und altert - auch in unserer Stadt. Jedoch hat der Trend noch nicht voll zugeschlagen. Während die Geburtenzahl konstant bleibt, hat Wernigerode mehr Zuzüge als Wegzüge. Die Einwohnerzahlen der Ortsteile Benzingerode, Minsleben und vor allem Reddeber sind durch neue Eigenheime gestiegen. Silstedt hielt seine Einwohnerzahl. Schierke hingegen verlor dramatisch von 920 auf 566 Einwohner innerhalb von 20 Jahren.
    Harzer Volksstimme - 30.03.2017
Privater Hausbau auf ehemaligen Industriebrachen
© Wolfgang Grothe
  • In der letzten Juliwoche erlebt Wernigerode nach tagelangem Dauerregen ein Hochwasser bisher unbekannter Dimension. In der Bilanz bleiben zahlreiche Schäden an Straßen, Wegen, Brücken und Gebäuden. Vor allem die Ortsteile Nöschenrode, Hasserode und das Dorf Silstedt sind stark von den Hochwasserschäden betroffen.
    Stadtverwaltung Wernigerode/ Pressestelle
Kampf gegen das Hochwasser in Wernigerode
© Ivonne Sielaff
  • Die Bundestagswahl am 24. September sorgt in der Stadt Wernigerode mit seinen Ortsteilen wie in ganz Deutschland für große Überraschungen hinsichtlich der erheblichen Stimmenverluste der demokratischen Parteien und dem Erstarken der rechts-konservativen AFD. Bei einer Wahlbeteiligung von nur 56,08 % stimmen die WernigeröderInnen mit ihrer Zweitstimme mit 33,16 % für die CDU, mit 17,45 % für die Linken, mit 16,59 % für die SPD und mit 15,31 % für die AfD. Das Direktmandat geht an Heike Brehmer von der CDU.