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  • Vermutlich wird Wernigerode im 9. Jahrhundert als Rodungssiedlung gegründet. Bodenfunde lassen darauf schließen, dass die Kernrodung auf dem heutigen Klint (Klint=Hügel) erfolgte. Im 9. Jahrhundert sind in unserer Region Mönche des Klosters Corvey missionierend unterwegs. Die Vermutung einiger Historiker, dass die Rodung im Auftrage des Abtes Warin vom Kloster Corvey, der 856 verstarb, erfolgt sein könnte, kann, da jeder Beweis für die Richtigkeit fehlt, nicht aufrecht erhalten bleiben. Unzweifelhaft ist die Tatsache, dass im 9. und 10. Jahrhundert viele kleine Siedlungen in der Rodungszeit im Harzgebiet entstehen, deren Ortsnamen die Nachsilbe "-rode" enthalten.
    Uwe Lagatz "Wernigerode - Geschichte, Architektur, Kunst" - S.5
Karolingisches Westwerk des Klosters Corvey an der Weser (UNESCO-Welterbe). Erbaut von 873 bis 885. Das 815 gegründete Kloster war das erste Kloster im Land der Sachsen. Vermutlich waren auch Mönche von Corvey in unserer Region missionierend unterwegs und nahmen Einfluss auf die Gründung von Rodungssiedlungen.
© Wolfgang Grothe
  • Im Vertrag zwischen dem Grafen von Wernigerode und dem als Raubgrafen berüchtigten Albrecht von Regenstein vom 26. Juni 1343 muss der Regensteiner die Dörfer Hasserode, Minsleben, Silstedt, Reddeber, Langeln und Wasserleben an die Grafschaft Wernigerode abtreten, deren Territorium sich dadurch um das Doppelte vergrößert. Von vielen Historikern wird dieser Tag als "eigentlicher Geburtstag der Grafschaft" bezeichnet.
    Uwe Lagatz "Wernigerode - Geschichte, Architektur, Kunst" - S.141
  • Victor Aime Huber, ein bedeutender deutscher Sozialreformer, politischer Denker, Reiseschriftsteller und Literaturhistoriker, siedelt sich in Wernigerode an. Er stirbt hier am 19. Juli 1869 und wird auf dem St. Theobaldifriedhof beigesetzt.
Victor Aime Huber
© Dieter Oemler
  • Am 5. August verstirbt in München der am 31. März 1893 in Wernigerode geborene Historiker Otto zu Stolberg-Wernigerode.