Wernigerode im Jahr 1970-1980

Eines der Sägewerke in Wernigerode
- Dieter Oemler
Eines der Sägewerke in Wernigerode - Dieter Oemler
Granit-Steinbruch am "Trudenstein"
- Dieter Oemler
Granit-Steinbruch am "Trudenstein" - Dieter Oemler
  • Nach der Wachstumsphase in der 2. Hälfte der 60er Jahre verschärfen sich auch im Industriekreis Wernigerode die durch die Kommandowirtschaft verursachten Widersprüche, die schließlich bis zum Ende der 80er Jahre zum Zusammenbruch des gesamten sogenannten sozialistischen Wirtschaftssystems führen. Ursachen dieser wirtschaftlichen und ideologischen Insolvenz sind u.a. die Beschränkung von Eigeninitiative mit der Folge von andauernder Abwanderung und Innovationsstau, jahrzehntelange zu geringe Investitionsquote zugunsten überzogener Subventionen, zu große Fertigungstiefe in den Unternehmen, unwirtschaftliche Energiewirtschaft, Umweltzerstörung und ein sich wie ein Krebsgeschwür ausbreitender Sicherheits- und Militärapparat.

Blick auf Wernigerode
- Dieter Oemler
Blick auf Wernigerode - Dieter Oemler
  • Wernigerode kann sich im Vergleich zu ähnlich großen Städten besser entwickeln bzw. erlebt keinen so dramatischen Niedergang wie beispielsweise Halberstadt und Quedlinburg. Einen nicht unerheblichen Beitrag dazu leisten die etwas andere Kommunalpolitik, der erhebliche Geldzufluss durch den starken Tourismus auch im privaten Bereich, sowie die starke Industrie. Der Landkreis Wernigerode ist nach der Bezirksstadt der zweitstärkste Industriekreis. In Wernigerode tragen die großen Volkseigenen Betriebe Elektromotorenwerk, Metallgusswerk, Getriebewerk und Industriebau maßgeblich bei.

Produktionsarbeiter im Kleiderwerk, dem größten Industriebetrieb der Stadt
- Stadtarchiv Wernigerode (Archiv Dieter Möbius)
Produktionsarbeiter im Kleiderwerk, dem größten Industriebetrieb der Stadt - Stadtarchiv Wernigerode (Archiv Dieter Möbius)