Wernigerode im Jahr 1965-1970

  • Die Entwicklung der Stadt während der Amtszeit von Martin Kilian bleibt nicht unberührt von der Entwicklung der DDR insgesamt. Die 2. Hälfte der 60er Jahre bis Ende der 70er kann als gute Wachstumsphase der DDR-Wirtschaft bezeichnet werden.

Neubau der Füllhalterfabrik in der Weinbergstraße 1972
- Harzbücherei Wernigerode
Neubau der Füllhalterfabrik in der Weinbergstraße 1972 - Harzbücherei Wernigerode
  • Im Gegensatz zu anderen Städten in der DDR gelingt es gegen Pläne des Rates des Bezirkes Magdeburg zu verhindern, dass die historische Innenstadtbebauung abgerissen und mit Plattenbauten "neu gestaltet" wird. Erfolgreich bemühen sich der Vorsitzende des Rates der Stadt (Martin Kilian) und der Stadtarchitekt Wolfgang Köhler, dass die Innenstadt unter Denkmalschutz gestellt wird.

    Zur besseren Erhaltung der Innenstadt im Vergleich zu den Nachbarstädten tragen auch die höhere Anzahl Häuser im Privatbesitz und die Versorgung mit sehr günstigen Baukrediten für Mieter von "volkseigenen" Häusern bei. Auch werden vereinzelt "volkseigene" Häuser durch die Stadt komplett saniert, während die DDR noch ausschließlich auf industriellen Wohnungsbau setzt. Koordiniert werden die Aktivitäten durch die Arbeitsgruppe Innenstadt mit Baubetrieben und dem VEB Gebäudewirtschaft.

Historische Fachwerkhäuser im Heideviertel
© Wolfgang Grothe
Historische Fachwerkhäuser im Heideviertel © Wolfgang Grothe