Wernigerode im Jahr 1911

Walter Jung (Bild undatiert)
- Ralf Mattern: Orte der Wernigeröder Arbeiter- und Demokratiebewegung: Ein historischer Rundgang durch die Stadt und die Ortsteile
Walter Jung (Bild undatiert) - Ralf Mattern: Orte der Wernigeröder Arbeiter- und Demokratiebewegung: Ein historischer Rundgang durch die Stadt und die Ortsteile
Berghotel "Armeleuteberg"
- Stadtarchiv Wernigerode PK VI/61
Berghotel "Armeleuteberg" - Stadtarchiv Wernigerode PK VI/61
Dampfmaschine zur Stromerzeugung für den Schlachthof
- Dieter Oemler
Dampfmaschine zur Stromerzeugung für den Schlachthof - Dieter Oemler
  • Die Hakerbräu-Brauerei übernimmt den Ratskeller. Bei der Renovierung wird der bisherige Eingang mit dem Erker überbaut.

  • Der "Jahrhundertsommer" 1911 bringt 32 376 Gäste in die Stadt, darunter 6 656 Kurgäste, davon 318 Ausländer.

Forsthaus Hundsrück
- Stadtarchiv Wernigerode PK VI/240
Forsthaus Hundsrück - Stadtarchiv Wernigerode PK VI/240
  • Ein drittes Kino wird in der Burgstraße 1 eröffnet, die "Schlosslichtspiele".

"Warmbadeanstalt" in der Johann-Sebastian-Bach-Straße.
- Frank Wiesner
"Warmbadeanstalt" in der Johann-Sebastian-Bach-Straße. - Frank Wiesner
  • Alljährlich suchen die "Pankgrafen", eine Vereinigung Berliner Kaufleute, eine Stadt im Deutschen Reich "heim". In diesem Jahr ist es, am 16. Juni, Wernigerode. In einem "Fehdebrief" fordern sie ihr Tribut von einigen hundert Schweinen. In einer "Schlacht" wird Wernigerode erobert und ein großes "Siegesfest" gefeiert.

"Siegesfest" der "Pankgrafen" 1911 auf dem Marktplatz  
- Dieter Oemler
"Siegesfest" der "Pankgrafen" 1911 auf dem Marktplatz   - Dieter Oemler
Verwaltungsgebäude in der Friedrichstraße 2016
© Wolfgang Grothe
Verwaltungsgebäude in der Friedrichstraße 2016 © Wolfgang Grothe
  • Am 24. Juni erfüllt der Fürst von Stolberg-Wernigerode die Forderung der Deutschen Stahlwerke Duisburg und legt, bei einer Abfindungssumme von 858 000 Mark für die Abtretung der vom Deutschen Stahlwerksverband zugesicherten Stahlquote von jährlich 30 000 t das für 3,5 Mio Mark gebaute, hochmoderne Siemens-Martin-Stahlwerk in Ilsenburg (1906 Produktionsbeginn) still. 300 Beschäftigte werden mit einem Überbrückungsgeld zwischen 10 und 15 Mark und dem Hinweis, in Westfalen Arbeit zu suchen, entlassen.

  • 16. November: In Minsleben wird ein Erdbeben registriert. Einwohner laufen in Panik auf die Straße.