Wernigerode im Jahr 1896

  • Wernigerode ist Austragungsort der ersten "Harzer Gartenbau-Ausstellung".

  • Die Einwohnerzahl beträgt 10 778.

Markttag in Wernigerode
- Stadtarchiv Wernigerode PK/II/176
Markttag in Wernigerode - Stadtarchiv Wernigerode PK/II/176
  • Die "Nordhausen-Wernigeröder-Eisenbahngesellschaft" wird gegründet.

Bahnhof Steinerne Renne
- Stadtarchiv Wernigerode PK IX/129
Bahnhof Steinerne Renne - Stadtarchiv Wernigerode PK IX/129
  • Fürst Otto stirbt am 19. November. Erbprinz Christian Ernst tritt die Erbfolge an.

Fürst Otto zu Stolberg-Wernigerode
- Fotothek Harzbücherei
Fürst Otto zu Stolberg-Wernigerode - Fotothek Harzbücherei
Amtshaus Hasserode
- Dieter Oemler
Amtshaus Hasserode - Dieter Oemler
Hotel Monopol und Haltestelle Westerntor
- Stadtarchiv Wernigerode PK/IV/206
Hotel Monopol und Haltestelle Westerntor - Stadtarchiv Wernigerode PK/IV/206
  • Am 17. Oktober wird vom Naturwissenschaftlichen Verein der Stadt Wernigerode zum Gedenken an Professor Karl August Lossen (Geologische Kartierung des Harzes) an der Straße nach Drei-Annen-Hohne am Abzweig Drängetal das Lossendenkmal eingeweiht. Am 17. Oktober 1993 wird es in der heutigen erweiterten Form fertiggestellt.

Lossendenkmal
© Wolfgang Grothe
Lossendenkmal © Wolfgang Grothe
  • Fürst Otto I. zu Stolberg-Wernigerode wird im November beerdigt.

Beerdigung Fürst Otto I. zu Stolberg-Wernigerode
- Fotothek Harzbücherei
Beerdigung Fürst Otto I. zu Stolberg-Wernigerode - Fotothek Harzbücherei
  • Richard Bartels wird am 24. Februar 1896 in Dortmund geboren. In der Zeit der Weimarer Republik und nach 1945 ist er der führende Sozialdemokrat in der Stadt Wernigerode. In der Zeit von 1924 bis 1929 sowie 1929 bis 1930 und für kurze Zeit 1933 ist Bartels Stadtverordneter, von 1930 bis 1933 unbesoldeter Stadtrat. Am 20. Juli 1944 wird Richard Bartels verhaftet und kommt in die Außenstelle Magdeburg des KZ Sachsenhausen. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wird Bartels wieder SPD-Vorsitzender von Wernigerode, Stadtrat und Mitglied im Kreisvorstand der Sozialdemokraten. Zwar beugt sich Bartels zunächst den Verhältnissen, gerät jedoch als Kritiker der Zwangsvereinigung noch im SED-Gründungsjahr 1946 ins Schussfeld der früheren Kommunisten. 1948 erfolgt der Ausschluss aus der SED mit der Begründung, dass er ein „Schumacher-Agent“. Richard Bartels wird wie schon 1933 als Stadtrat abgesetzt und Ende 1948 für zwei Monate verhaftet. Die zweite Verhaftung erfolgt im Sommer 1950 für etwa vierzehn Tage, beide Male durch den sowjetischen Geheimdienst. Am 17.07.1950 wird er vor einer erneuten Verhaftung gewarnt. Daraufhin flieht er spontan nach Westberlin.

Richard Bartels (Bild aus dem Jahr 1946)
- Ralf Mattern: Orte der Wernigeröder Arbeiter- und Demokratiebewegung: Ein historischer Rundgang durch die Stadt und die Ortsteile
Richard Bartels (Bild aus dem Jahr 1946) - Ralf Mattern: Orte der Wernigeröder Arbeiter- und Demokratiebewegung: Ein historischer Rundgang durch die Stadt und die Ortsteile