Wernigerode im Jahr 1885

  • Auch im Inneren ist der Schlossumbau vollendet. Der Baumeister Carl Frühling hat aus dem ehemals schlichten Gebäude einen stark gegliederten repräsentativen Bau geschaffen, der sich dekorativ in das Landschaftsbild des nördlichen Harzrandes einfügt.

Schloss-Innenhof 1885 nach dem Umbau
- Dieter Oemler
Schloss-Innenhof 1885 nach dem Umbau - Dieter Oemler
Neugestaltung der Albert-Bartelsstraße 1994
- Horst Duve
Neugestaltung der Albert-Bartelsstraße 1994 - Horst Duve
  • Hermann Paul Reichardt wird am 27. November 1885 in Magdeburg geboren. Reichardt (SPD) bekleidet als Zweiter Bürgermeister von Wernigerode das Amt von 1922 bis er am 22.03.1933 von den Nazis „beurlaubt“ wird. In der Zeit ab 1933 widmet sich Reichardt geschichtlichen Forschungen und seinen heimatschriftstellerischen Neigungen, schreibt eine Anzahl geschichtlicher Werke und Dichtungen. Nach dem Hitler-Attentat am 20. Juli 1944 wird auch Hermann Paul Reichardt bis September in das KZ Sachsenhausen gesperrt. 1945 lehnt Reichardt das Ansinnen der Besatzer ab, sein Amt als Bürgermeister wieder aufzunehmen. Nach eigener Ansicht verspricht er sich davon „keinen Segen“. Außerdem will er sich eigenem Bekunden nach nicht den Besatzungsmächten fügen. Die sowjetische Kommandantur befiehlt ihm dann jedoch, die Geschäfte des Landrates für den Kreis Wernigerode ab September 1945 aufzunehmen. 1947 wurde Reichardt krank und arbeitsunfähig.

Hermann Paul Reichardt (Bild undatiert)
- Ralf Mattern: Orte der Wernigeröder Arbeiter- und Demokratiebewegung: Ein historischer Rundgang durch die Stadt und die Ortsteile
Hermann Paul Reichardt (Bild undatiert) - Ralf Mattern: Orte der Wernigeröder Arbeiter- und Demokratiebewegung: Ein historischer Rundgang durch die Stadt und die Ortsteile