Wernigerode im Jahr 1881

Ehemalige Gaststätte "Zur Harburg" 2015
© Wolfgang Grothe
Ehemalige Gaststätte "Zur Harburg" 2015 © Wolfgang Grothe
  • Aufgrund häufiger Meinungsverschiedenheiten mit dem „Eisernen Kanzler“  Otto von Bismark legt Graf Otto zu Stolberg-Wernigerode das Amt des Vizekanzlers des Kaiserreichs am 20. Juni nieder.

    wikipedia.org - Otto_zu_Stolberg-Wernigerode
Otto zu Stolberg-Wernigerode
- Fotothek Harzbücherei
Otto zu Stolberg-Wernigerode - Fotothek Harzbücherei
  • Friedrich Kuring wird am 08. Juli 1881 geboren. Kuring (SPD) wird 1929 bei den letzten freien Kommunalwahlen einer von elf Stadtverordneten der SPD, die zur stärksten Partei gewählt wird. Friedrich Kuring arbeitet bis 1933 als hiesiger Geschäftsführer des Deutschen Metallarbeiterverbandes (DMV). Kuring gehört in der Nazi-Zeit zu einer deutschlandweit agierenden Widerstandsgruppe um frühere Metallgewerkschafter. Vom Oberlandesgericht Dresden wird er am 23.02.1937 zu zweieinhalb Jahren Zuchthaus und einem zweijährigen Ehrverlust verurteilt. Am 04.04.1944 wurde Friedrich Kuring erneut verhaftet unter dem Vorwurf der „Wehrkraftzersetzung“. Am 13.05.1944 wird er per „Einzeltransport“ in Untersuchungshaft nach Berlin-Moabit überstellt. Am 06.12.1944 wird Kuring vom „Volksgerichtshof“ zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt. Am 04.01.1945 liefert man ihn in das Zuchthaus Brandenburg ein. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs kümmert sich Kuring gemeinsam mit Karl Jonas (1889-1969), Friedrich Müller (1888-1957, beide SPD) und August Willecke (1887-1946, KPD) um den Neuaufbau der Gewerkschaften in Wernigerode.

Friedrich Kuring (Bild aus dem Jahr 1946)
- Ralf Mattern: Orte der Wernigeröder Arbeiter- und Demokratiebewegung: Ein historischer Rundgang durch die Stadt und die Ortsteile
Friedrich Kuring (Bild aus dem Jahr 1946) - Ralf Mattern: Orte der Wernigeröder Arbeiter- und Demokratiebewegung: Ein historischer Rundgang durch die Stadt und die Ortsteile