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  • Nach den "Annales Fuldenses", den "Jahrbüchern von Fulda", wird der Harzgau von Haruden bewohnt und nach ihnen "Harudengau" genannt. "Harud" bedeutet Wald oder Waldgebirge.

  • Das Nonnenkloster Drübeck wird in einer Urkunde vom 26. Januar erstmals erwähnt. Später stellt sich heraus, dass diese Urkunde eine Fälschung ist.

    wikipedia.org - Kloster Drübeck
  • Die früheste Erwähnung des "Nonnenklosters Drübeck" geht auf eine Urkunde Kaiser Otto I. vom 10. September zurück, der dem "Kloster Drubechi" im Jahre 960 Land schenkt.

    Der 10. September 960 ist die wissenschaftlich belegte Ersterwähnung.

    wikipedia.org - Kloster Drübeck
  • Der Bergbau in Goslar (Rammelsberg) wird erstmalig erwähnt (Widukind von Corvey). Demnach habe "Otto der Große im Sachsenland Silberadern eröffnet".

    wikipedia.org - Goslar - Rammelsberg
  • Otto II. nimmt das Nonnenkloster Drübeck unter königlichen Schutz. Damit sind die Nonnen vor Eingriffen königlicher Beamten geschützt. Die Äbtissin kann als oberste Gerichtsherrin auftreten. Dadurch verfügt das Kloster über eine privilegierte Stellung.

    Am 8. September bestätigt Otto II. in seinem Königshof Bodfeld die freie Äbtisinnenwahl und damit die besondere Rechtsstellung des Klosters. Damit genießt das Stift im 10. Jahrhundert Vorrechte wie die Reichsabteien in Gandersheim und Quedlinburg.

    wikipedia.org - Kloster Drübeck
  • Die früheste Nachricht über den Bau des Klosters Drübeck stammt vom 1. August 1004. Aus einer Urkunde Heinrichs II. geht hervor, dass ein Neubau oder ein umfangreicher Umbau vonstatten ging. Es entsteht die flachgedeckte Basilika "St Vitus" mit drei Doppeljochen und einfachem Stützenwechsel im Langhaus.

    wikipedia.org - Kloster Drübeck
  • König Heinrich III., ab 1046 Kaiser Heinrich III., aus dem fränkischen Adelsgeschlecht der Salier wird am 28. Oktober in Bodfeld im Harz als Sohn Giselas von Schwaben und Konrad des Älteren, später Kaiser Konrad II., geboren.

    Eine andere Quelle nennt als Geburtsdatum den 28. Oktober 1016.

Heinrich III, Kaiser im römisch-deutschen Reich
- Wikipedia
Heinrich III, Kaiser im römisch-deutschen Reich - Wikipedia
  • Nach einer umstrittenen Urkunde vom 6. April beruft Bischof Arnulf von Halberstadt Mönche aus dem Kloster Fulda nach Ilsenburg und stattet die Neugründung mit dem königlichen Schenkungsgut von 1003 aus.

    wikipedia.org - Kloster Ilsenburg
  • Kaiser Heinrich III. aus dem fränkischen Adelsgeschlecht der Salier, am 28. Oktober 1017 in der Königshofpfalz Bodfeld im Harz geboren, stirbt am 5. Oktober im Alter von 39 Jahren auf der Königsburg "oberhalb des kleinen Harzdorfes Königshof am Zusammenflusse der Kalten und Warmen Bode", während Papst Victor II. bei ihm als Gast weilt. Kaiser Heinrich III. wird im Kaiserdom zu Speyer zur letzten Ruhe gebettet.

    Eine andere Quelle nennt Bodfeld im Harz als Ort seines Todes.

    Bodfeld, auf dem Schlosskopf über dem Drecktal in der Nähe von Elbingerode gelegen, ist um diese Zeit ein bedeutender Ort, denn Urkunden überliefern 17 Aufenthalte von Königen und Kaisern, darunter Heinrich I. und Otto I.

Dom zu Speyer
© Wolfgang Grothe
Dom zu Speyer © Wolfgang Grothe
  • Seit etwa 1070 gewinnt das Kloster Ilsenburg, nachdem es durch Kauf und Schenkungen von Besitzungen zu einem der reichsten Benediktinerklöster zwischen Weser und Elbe geworden ist, auch auf geistigem Gebiet zunehmend an Bedeutung.

    Von hier aus werden in der Folgezeit verschiedene Klöster, wie Huysburg, Harsefeld, Hillersleben und Wimmelburg bei Eisleben, neu eingerichtet oder reformiert.

    wikipedia.org - Kloster Ilsenburg
  • Am 5. Juni wird durch Bischof Burchard II. von Halberstadt zur Reformierung des Klosterlebens in Ilsenburg die Kirche Peter und Paul geweiht.

Klosterkirche Ilsenburg im Jahr 1995
© Wolfgang Grothe
Klosterkirche Ilsenburg im Jahr 1995 © Wolfgang Grothe
  • Im Zeitraum 1207 bis 1226 ist ein "Thidericus" Marschall des Hochstifts in Halberstadt, vermutlich der Vater des Dietrich von Hasserode. Der Vater ließ sich zwischen 1226 und 1236 in der sich im Tal der Holtemme entwickelnden Rodungssiedlung nieder und einen befestigten mit einem Wassergraben umgebenden Wohnsitz an Vereinigung von Holtemme- und Drängetal errichten.

    wikipedia.org - Hasserode
  • In einer Urkunde des Halberstädter Bischofs Ludolf vom 24. Juli, wird das heutige Hasserode (Rodung am Harz) erstmals als "Hartesrode" urkundlich erwähnt. Darin wird unter anderen auch ein "Ritter Tidericus de Hartsrode" genannt. Besagter Dietrich von Hasserode gehörte zum niederen Adel, der zur Dienstmannschaft der Wernigeröder Grafen gehörte. Gleichzeitig verwaltete er jedoch das Marschallamt des Hochstifts Halberstadt. In einer anderen Quelle erfolgt die Ersterwähnung bereits 1231.

  • Es wird ein "Hadebergeberg", heute Heudeberberg, südlich des zerstörten Augustiner-Eremitenklosters Himmelpforte erwähnt. Die Grafen von Wernigerode hatten dem regensteinischen Dorf Heudeber Holznutzungsrechte eingeräumt, um ihren Einflussbereich auszudehnen.

  • Am 7. Februar stiften die Brüder Johann, Dietrich und Anno von "Hartesrode", heute Hasserode, das Grundstück, auf dem die Heiligenblutkapelle erbaut worden war, dem "Kloster Waterler", heute Wasserleben.

  • Über die Einhaltung der Ordnung zur Holzgewinnung und den Holztransport in Hasserode wacht ein dem Ritter von Hasserode unterstehendes Gericht, das auf Burg Hasserode tagt.

    Mit dem Aussterben der Ritter wird das Gericht aus der Burg in ein Gebäude bei der (heute) "Hohe Warte" genannten Anhöhe verlegt.

  • Obwohl viele Höfe in Hasserode in den letzten Jahren aufgegeben wurden und andere verfallen, werden noch einige dem Kloster Drübeck zinspflichtige Höfe genannt. Doch auch diese verfallen in den nächsten Jahrzehnten.

  • Die Dorfkirche von Hasserode "St.Andreas" ist dem Verfall preisgegeben. Es ist davon auszugehen, dass deshalb am 11. Februar mehrere Kardinäle den Gläubigen für jeden dort zugebrachten Tag hundert Tage Ablass geben, welche diese Kirche an gewissen Festen besuchen und für diese ihre mildtätige Hand öffnen würden.

  • Graf Botho zu Stolberg gestattet an der gleichen Stelle oder in der Nähe einer bereits 1413 erwähnten Schleifkote unweit der Holtemme die Errichtung einer Seigerhütte. Dieses Recht sicherten sich Heinrich Schreiber aus Halberstadt, der auch den Schreiberteich anlegen ließ, und seine aus Braunschweig stammenden Teilhaber. Die Gründung der Seigerhütte soll auf die damalige portugiesische Nachfrage nach Metallen und -produkten in Antwerpen zurückzuführen sein. Die Betreiber der Seigerhütte konnten „ihr Garkupfer bei Jakob Schütze, der in der Nähe der Saigerhütte einen Kupferhammer errichtete, oder auch in Braunschweig bei den dortigen kupferverarbeitenden Gewerben absetzen.“

    wikipedia.org - Seigerhütte_Wernigerode
  • Das Dorf Hasserode ist nahezu unbewohnt, die Kirche wird nicht mehr genutzt. Die Kirchenglocken werden von Hasserode nach Wernigerode gebracht.

  • In der Stadt gibt es erneut einen Hexenprozess.
    Grethe Wroistes aus Elbingerode bekennt im öffentlichen Gericht zu Wernigerode: "Die Mastische und Andres Krusen Weib seien die rechten Zauberschen; die pflegen in Walpurgen Nacht auf den Brocken zu fahren, setzen Siebe auf die Köpfe und haben hölzerne Büchsen in den Händen und bringen solches durch teufelisch Gespenst, durch Anrufung der Teufel, zu Wege." Sie wird am 10. Januar auf den Scheiterhaufen gebracht.

  • Nach einem schweren Unwetter setzt ein Glaser "ufm Haus Harssrode" 140 Fensterscheiben neu ein, was auf die stattliche Größe der Burg schließen lässt.

  • Am 13. Juni verstirbt im Alter von 75 Jahren in Wernigerode Dietrich von Gadenstedt. 49 Jahre stand er als gräflich-stolbergischer Stadthauptmann im Dienst der Grafen von Stolberg. Bereits hochbetagt ließ er sich ein repräsentatives Wohnhaus am Oberpfarrkirchhof für sich und seine Familie bauen.

Oberpfarrkirchhof 1898, links das Gadenstedtsche Haus
- privat
Oberpfarrkirchhof 1898, links das Gadenstedtsche Haus - privat
  • Zu Beginn der kriegerischen Auseinandersetzungen konzentriert sich auch der Rat von Wernigerode darauf, die Verteidigungsanlagen zu verbessern und auszubauen. In den Sommermonaten werden Bauarbeiten an den Toren der der Stadt gehörenden Burg Hasserode ausgeführt.

  • An der Burg Hasserode wird erstmals ein Burggraben erwähnt.

  • Die Innenausmalung von Saal und Stuben in der Burg Hasserode wird im Sommer erneuert.

  • Am 16. Dezember findet auf dem "Hauß Harßroda" der Burg in Hasserode, "deßen Maur einfallen will" eine Baubesichtigung statt.

  • In den Wirren der Reformationszeit und des Bauernkrieges erlischt kurzzeitig das Klosterleben in Drübeck. Die Klostergebäude des Benediktinerinnenklosters Drübeck werden den Grafen von Stolberg-Wernigerode übereignet, die hier ein evangelisches Damenstift einrichten.

Romanische Klosterkirche in Drübeck 2002
© Wolfgang Grothe
Romanische Klosterkirche in Drübeck 2002 © Wolfgang Grothe
  • Besondere Aufregung herrscht hinter den Burgmauern der Burg in Hasserode, weil hier Elisabeth Horn ein uneheliches Kind zur Welt gebracht hatte. Am 7. Juli kommen, um über die "Hurenbruchssache" zu beraten, mehrere Herren des Stadtrats von Wernigerode "uff der Burg zu Haßroda" zusammen.

  • Am 14. November wird in Wernigerode der spätere Theologe und Hofprediger bei Christian Ernst Graf von Stolberg-Wernigerode geboren.

  • Graf Christian Ernst lässt zahlreiche Orangenbäume und andere subtropische Gewächse anschaffen, die er in dem im französischen Stil umgewandelten Lustgarten aufstellen lässt.

  • Das Gebäude der Orangerie wird mit einer Predigt des Grafen Nicolaus Ludwig von Zinzendorf aus Herrnut eingeweiht.

  • Heinrich Gottlieb Zerrenner, ein später sehr geachteter pädagogischer Schriftsteller und populärer Kanzelredner, wird in Wernigerode geboren.

  • Christoph Gottfried Jacobi, deutscher evangelischer Theologe, geistlicher Liederdichter und Schriftsteller, kehrt dem provinziellen Wernigerode den Rücken und folgt dem Ruf nach Magdeburg, wo er seine schriftstellerische Tätigkeit fortsetzt.

    Jacobi hinterläßt zahlreiche Schriften volksaufklärerischer Natur und setzt sich für die Errichtung obligatorischer Kassen für Kranke und Erwerbslose ein, deren Satzung er verfaßt.

  • Arrangierte Standes-Hochzeiten in der gräflichen Familie sind immer wieder gesellschaftliche Ereignisse, die mit großem Pomp begangen werden, wie z.B 13. Juni 1766:

    "Die beglückte Vermählung des Durchlauchtigsten Fürsten und Herrn, Herrn Friedrich Erdmann, Fürsten zu Anhalt,... mit der Hochwürdigsten Gräfin und Frau, Frau Luise Ferdinande, Gräfin zu Stolberg,... welche den 13ten Jun. 1766, auf dem Schloß zu Wernigerode höchst vergnügt vollzogen wurde, begleitete mit einem fröhlichen Glückauf die Knappschaft in der Grafschaft Wernigerode."

  • Am 25. Oktober übernimmt Heinrich Ernst zu Stolberg-Wernigerode nach dem Tod seines Vaters die Grafschaft Wernigerode, wo er besonders das christlich-pietistische Leben fördert.

Heinrich Ernst zu Stolberg-Wernigerode
- gemeinfrei
Heinrich Ernst zu Stolberg-Wernigerode - gemeinfrei
  • Am 30. November verstirbt auf dem Schloss Wernigerode der gräflich-stolbergische Oberforst- und Jägermeister Hans-Dietrich von Zanthier (geb. 1717 in Salzfurth), ein Pionier der nachhaltigen Forstwirtschaft.

  • Am 24. September gibt der in Berlin lebende Chemie-Professor Martin Heinrich Klaproth, einer der bedeutendsten Söhne der Stadt Wernigerode, in einer Ansprache an der "Preußischen Akademie der Wissenschaften" die Isolierung von Uran aus dem Mineral Pechblende bekannt.

Martin Heinrich Klaproth, einer der bedeutendsten deutschen Chemiker
- gemeinfrei
Martin Heinrich Klaproth, einer der bedeutendsten deutschen Chemiker - gemeinfrei
  • Dem Dichter Leopold Friedrich Günther von Goeckingk ist es zu verdanken, dass Kinder in das Schulgebäude Friedrichstraße 60 einziehen durften.
    In einem Brief an den preußischen König hatte er vorgeschlagen, das Kolonistenhaus in Hasserode-Friedrichsthal als Schulgebäude zu nutzen.
    "Die Anzahl der Kinder hat sich in Friedrichsthal so sehr vermehrt, daß gegenwärtig 67 Kinder auf einmal die Vormittagsschule besuchen."
    Damit hat Hasserode sein erstes Schulgebäude.

    2010 wurde das Gebäude wegen Baufälligkeit abgerissen.

  • Erbgraf Hermann zu Stolberg-Wernigerode wird am 30. September als erster Sohn von Henrich zu Stolberg-Wernigerode und Prinzessin Jenny von Schönberg-Waldenburg geboren. Er studierte Rechtswissenschaften und trat in den preußischen Staatsdienst ein. Er kümmerte sich später um die Reorganisation des gräflichen Hüttenwesens und die Förderung der gräflichen Wirtschaftsbetriebe. Er starb, erst 39jährig, aus Verzweiflung über den Verlust seines ältesten Sohnes. Sein zweiter Sohn, Otto, wurde später Vizekanzler des Deutschen Reiches.

  • Der Pädagoge und Schriftsteller August Wilhelm Grube († 28. Januar 1884 in Bregenz) wird am 16. oder 17. Dezember in Wernigerode geboren. Er vermacht sein Vermögen seiner Geburtsstadt, die eine Straße nach ihm benennt.

    wikipedia.org - August Wilhelm Grube
Geburtshaus August Wilhelm Grubes in Wernigerode
- gemeinfrei
Geburtshaus August Wilhelm Grubes in Wernigerode - gemeinfrei
  • Am 23. Mai wird die gräfliche Bibliothek in der ehemaligen Orangerie wiedereröffnet. Mit 100 000 Bänden und ihrer wertvollen Bibelsammlung zählt sie zu den bedeutendsten Privatbibliotheken Mitteldeutschlands. Sie ist für jedermann kostenlos zugänglich.

  • Die Kreuzkirche wird als Gotteshaus der Altlutherischen Kirche geweiht.

    wikipedia.org - Wernigerode
Evangelische Freikirche
© Wolfgang Grothe
Evangelische Freikirche © Wolfgang Grothe
  • Aufgrund häufiger Meinungsverschiedenheiten mit dem „Eisernen Kanzler“  Otto von Bismark legt Graf Otto zu Stolberg-Wernigerode das Amt des Vizekanzlers des Kaiserreichs am 20. Juni nieder.

    wikipedia.org - Otto_zu_Stolberg-Wernigerode
Otto zu Stolberg-Wernigerode
- Fotothek Harzbücherei
Otto zu Stolberg-Wernigerode - Fotothek Harzbücherei
  • Die Sennhütte auf dem Ratskopf wird als Hotel eröffnet.

    wikipedia.org - Sennhütte
  • Albert Peter, Leiter des Botanischen Gartens Göttingen, legt auf der Brockenkuppe einen Versuchsgarten mit Alpenpflanzen an.

  • Am 17. Oktober wird vom Naturwissenschaftlichen Verein der Stadt Wernigerode zum Gedenken an Professor Karl August Lossen (Geologische Kartierung des Harzes) an der Straße nach Drei-Annen-Hohne am Abzweig Drängetal das Lossendenkmal eingeweiht. Am 17. Oktober 1993 wird es in der heutigen erweiterten Form fertiggestellt.

Lossendenkmal
© Wolfgang Grothe
Lossendenkmal © Wolfgang Grothe
  • In Wernigerode existiert eine aktive Ortsgruppe des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB). Der 1888 gegründete deutschlandweit tätige Arbeiter-Samariter-Bund ist eine unabhängige Hilfs- und Wohlfahrtsorganisation, die historisch auf Initiative von Arbeitern und Handwerkern zur Selbsthilfe und im Bereich der Unfallrettung zurückgeht.

Ortsgruppe Wernigerode des Arbeiter-Samariter-Bundes
- Mahn-und Gedenkstätte Archiv
Ortsgruppe Wernigerode des Arbeiter-Samariter-Bundes - Mahn-und Gedenkstätte Archiv
  • Ab 1927 finden (bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges) die jährlichen Verbandstagungen des "Allgemeinen Deutschen Jagdschutzverbandes" unter der Schirmherrschaft von Christian Ernst Fürst zu Stolberg-Wernigerode in Wernigerode statt (deshalb Umbenennung in "Wernigeröder Jagdcorps Senioren-Convent").

Fürst Christian Ernst
- Fotothek Harzbücherei
Fürst Christian Ernst - Fotothek Harzbücherei
  • Am 14. Januar wird ein Mann geboren, der später als "Meister Nadelöhr" im Kinderfernsehen der DDR bekannt wird, Eckart Friedrichson.
    Nach einer Schauspielausbildung hat er Engagements am Stadttheater Rostock und dem Berliner Theater der Freundschaft. Als das Fernsehen der DDR für "Meister Nadelöhr erzählt" (später "Zu Besuch im Märchenland") einen Darsteller sucht, übernimmt der 25jährige Friedrichson die Rolle.
    Im Alter von 46 Jahren erliegt der Schauspieler, der seit seiner Kindheit an Diabetes leidet, einem tödlichen Herzinfarkt.

    wikipedia.org - Meister Nadelöhr
Meister Nadelöhr
- Dieter Oemler
Meister Nadelöhr - Dieter Oemler
  • Am 29. September  wird der am 22. Januar 1893 in Hasserode geborene Otto Herfurth (zuletzt Generalmajor) nach dem mißlungenen Attentat vom 20. Juli auf Hitler in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

  • Am 13. August eröffnet der aus Straßburg im Elsass stammende Kinderarzt Dr. Wolfgang Kiel im früheren von Eduard Lührmann geführten Hotel "Essener Hof" in der Forckestraße eine private Kinderklinik mit 80 bis 100 Betten.

Ehemalige "Kielsche Klinik" in der Forckestraße
© Wolfgang Grothe
Ehemalige "Kielsche Klinik" in der Forckestraße © Wolfgang Grothe
  • Die evangelische Kirchenprovinz Sachsen übernimmt auf Bitte der letzten Äbtissin Magdalena das Kloster Drübeck als Erholungsheim und Tagungsstätte.

    wikipedia.org - Kloster Drübeck
  • Der bisherige private Arzneimittelbetrieb im Mühlental wird in Volkseigentum überführt (VEB Ysat Wernigerode).

    wikipedia.org - www.pharma-wernigerode.de
  • Die Stadt Ilsenburg wird Eigentümer der romanischen Klosterkirche Ilsenburg. Sie lässt den sakralen Bau aufwendig restaurieren.

    wikipedia.org - Kloster Ilsenburg
  • Der 81-jährige Harald Rautenbach kauft von der "Treuhandanstalt" Leichtmetallgießerei und Formenbau "VEB Metallgusswerk Wernigerode" zurück, welches in den Jahre 1934 bis 1936 von der Familie Rautenbach aufgebaut und 1945 enteignet wurde.

  • Die Wernigeröder Andreas Schubert und Klaus Hase gründen die "Profil- Schleif- Fertigungs- & Umwelttechnik GmbH" (PSFU).

    Zahlreiche ehemalige Beschäftigte des VEB "Elmo" Wernigerode finden eine neue Beschäftigung.

  • Am 17. Juli werden auf der Brockenkuppe innerhalb von 24 Stunden 154,5 l/qm Niederschlag gemessen. Das ist die bisher größte Niederschlagsmenge an einem Tag seit Beginn der gesicherten regelmäßigen Messungen 1836.

  • Am 20. November erhält die neue Brücke, die die Ilsenburger Straße über die Holtemme führt, den Namen "Graf-Henrich-Brücke". Die Einweihung der Brücke ist gleichzeitig der Abschluss des Ausbaus der Ilsenburger Straße, "die innerhalb von zehn Jahren für 2,9 Millionen Euro modernisiert worden war".

    wikipedia.org - Graf-Henrich-Brücke
  • Am 1. Januar wird als Folge der Kreisreform der Betrieb "Wernigeröder Verkehrsbetriebe GmbH" zur "Harzer Verkehrsbetriebe GmbH".

    Die 300 Mitarbeiter der "Harzer Verkehrsbetriebe GmbH" sichern mit 137 Omnibussen auf 56 Linien mit 1904 Kilometern den ÖPNV (Öffentlicher Personennahverkehr) im Harzkreis ab.
    7188 Millionen Fahrgäste nutzen pro Jahr das Angebot.

Verwaltungsgebäude der HVB im Dornbergsweg
© Wolfgang Grothe
Verwaltungsgebäude der HVB im Dornbergsweg © Wolfgang Grothe
  • Die Weltwirtschaftskrise in den Jahren 2008/2009 beschert der "PSFU Wernigerode GmbH" einen starken Einbruch im Betriebsergebnis, sodass sich die Geschäftsleitung im Juli für eine im Rahmen eines Insolvenzantrages durchgeführte Sanierung und bilanzielle Restrukturierung entscheidet.

    Laut Insolvenzverwalter sollen die Arbeitsplätze erhalten bleiben sowie das Tagesgeschäft in vollem Umfang fortgeführt werden.

    Die PSFU GmbH exportiert 80 Prozent seiner Erzeugnisse in alle Welt.

  • Im März wird die Baumkrone der als "Naturdenkmal" ausgewiesenen nahezu 300 Jahre alten "Mönchsbuche" entfernt, um den übrigen Baum vor der Fällung wegen Absterbens zu retten. Der Baum befindet sich an einem im 13. Jahrhundert angelegten Verbindungsweg zwischen dem Kloster Himmelpforten und dem Kloster Ilsenburg.

Mönchsbuche 2016
© Wolfgang Grothe
Mönchsbuche 2016 © Wolfgang Grothe