Friedrich Stolberg "Befestigungsanlagen im und am Harz - Von der Frühgeschichte bis zur Neuzeit" 1968

Ruine der Stapelburg 2017
© Wolfgang Grothe
Ruine der Stapelburg 2017 © Wolfgang Grothe
  • In einer Urkunde wird eine "Neue Turmwarte", "by deme nyen Torne", 4000 Meter nördlich des Stadtzentrum genannt. Das lässt darauf schließen, dass es eine Vorgängerin gab. Die Stelle ist bekannt als alte "Malstatt", wo auch dem Grafen gehuldigt wurde. Auch stand hier eine Gerichtslinde, wo den ländlichen Untertanen von Wernigerode zum Wernigeröder Landgericht entboten wurde, "am neuen Turm", "am Baum".

    Die Warte war auch in die "Wernigeröder Landwehr" mit anderen, wie die "Horstbergwarte" oder "Fiekenburgwarte", einbezogen.

Neue Turm-Warte 2017
© Wolfgang Grothe
Neue Turm-Warte 2017 © Wolfgang Grothe
  • Von der ehemaligen Warte der an der Holtemme östlich von Reddeber gegenüber der "Rothen Mühle" gelegenen ehemaligen "Fikenburg" sind noch Keller und Gipsboden erhalten. Seitdem sind alle Spuren verschwunden.

    Vermutlich handelte es sich bei der "Fikenburg" um einen Burghügel aus Ottonischer Zeit, der aber als Herrensitz bald verlassen wurde.

    Im 13./14. Jahrhundert war die noch existierende Warte der "Fikenburg" gemeinsam mit der "Horstbergwarte" und der "Neuen Turm-Warte" in die "Wernigeröder Landwehr" einbezogen worden.