Ortschronik der Gemeinde Minsleben, 1. Auflage 2016

  • Gegen Ende des Jahres belagern "Eisenbergische Völker" den kleinen Ort Minsleben und brandschatzen. Der ganze Ort wird ruiniert. Das unvorstellbare Leid betrifft wohl jede Familie. Die Misshandlungen, Plünderungen, Vergewaltigungen und Brandschatzungen durch das Kriegsvolk sind so groß, dass ein Teil der Bewohner im nahen Wolfsholz Schutz sucht.

  • Am 26. September beginnen auf Initiative und unter persönlicher Leitung des Grafen Botho zu Stolberg - Wernigerode in Minsleben erstmals wissenschaftliche archäologische Untersuchungen am sogenannten "Kniggel" bzw. "Kniel" (Hügel), auf dem bis dahin die Dorfbewohner seit vielen Generationen ihre Osterfeuer abgebrannt hatten.

  • Bei Ausgrabungen an der "Figkenburg" an der Holtemme ("Rothe Mühle") werden fränkische Spuren in Form von Gefäßen und eines Kamms aus Knochenplättchen gefunden, deren Herkunft ins 6. Jahrhundert zurückgeht.

    Die Bedeutung der Figkenburg liegt im Dunkel der Geschichte.

"Rothe Mühle" an der Holtemme bei Minsleben
© Wolfgang Grothe
"Rothe Mühle" an der Holtemme bei Minsleben © Wolfgang Grothe