Wernigeröder Zeitung

  • Mit den Emigranten der französischen Revolution 1789 gründet sich in Wernigerode eine erste katholische Gemeinde mit dem Abbe Hugues als Geistlichem.

  • Die "Wernigeröder Zeitung" erscheint am 27. Februar unter der Schlagzeile: "Sieg der Bewegung wird zum deutschen Sieg".

  • In Wernigerode wird am 22. März ein Wehrmachtshelferinnen-Korps der Luftwaffe gebildet.

  • Am 3. April erscheint in der "Wernigeröder Zeitung - Amtliches Organ der NSDAP und der Behörden" ein Artikel mit der Überschrift "Kampf bis zum letzten Atemzug". Der Leiter der Parteikanzlei der NSDAP gibt dazu die folgende Anordnung aus: "Nationalsozialisten, Parteigenossen! Nach dem Zusammenbruch von 1918 verschrieben wir uns mit Leib und Leben dem Kampfe um die Daseinsberechtigung unseres Volkes. Jetzt ist die höchste Stunde der Bewährung gekommen: Die Gefahr erneuter Versklavung, vor der unser Volk steht, erfordert unseren letzten und höchsten Einsatz! Von jetzt an gilt: Der Kampf gegen den ins Reich eingedrungenen Gegner ist überall mit aller Unnachgiebigkeit und Unerbittlichkeit zu führen. Gauleiter und Kreisleiter, sonstige Politische Leiter und Gliederungsführer in ihrem Gau und Kreis, siegen oder fallen. Ein Hundsfott, wer seinen vom Feind angegriffenen Gau ohne des ausdrücklichen Befehl des Führers verläßt, wer nicht bis zum letzten Atemzuge kämpft, er wird als Fahnenflüchtiger geächtet und behandelt. Reißt hoch die Herzen und überwindet alle Schwächen! Jetzt gilt nur noch eine Parole: Siegen oder fallen. Es lebe Deutschland! Es lebe Adolf Hitler!"

    Acht Tage später endet für unsere Stadt mit der bedingungslosen Kapitulation des "Tausendjährigen Reiches" der blutigste und verbrecherischste aller Kriege.

Kriegsschäden in Wernigerode
- Dieter Oemler
Kriegsschäden in Wernigerode - Dieter Oemler
  • Am 11. April erscheint in Wernigerode die letzte Ausgabe der Tageszeitung "Wernigeröder Zeitung - Nationalzeitung für den Harz - Amtliches Organ der NSDAP und der Behörden" (Jahrgang 150, Nr. 84)

    Es wird darin behauptet, dass in den "feindbesetzten Gebieten...Feindschaft und Widerstand gegen Eindringlinge" durch die deutsche Bevölkerung herrscht. "Kein alliierter Soldat ist seines Lebens sicher".

Letzte Ausgabe der "Wernigeröder Zeitung" vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges  
- Stadtarchiv Wernigerode
Letzte Ausgabe der "Wernigeröder Zeitung" vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges   - Stadtarchiv Wernigerode
  • Der Standortführer der Hitlerjugend befiehlt allen Hitlerjungen und Pimpfen des Standortes Wernigerode am 7. April um 7:00 Uhr auf dem "Gymnasialturnhof" zum Dienst anzutreten. "Mitzubringen sind Schaufeln und Spitzhacken. Erscheinen aller ist Pflicht".

Bombenschäden in der Breiten Straße
- Stadtarchiv Wernigerode
Bombenschäden in der Breiten Straße - Stadtarchiv Wernigerode
  • Am 25. März findet im "vollbesetzten Stadtgarten eine würdige Veranstaltung statt", in der Kreisschulungsleiter Hildebrand anlässlich des Schulabschlusses der Grundschüler eine Rede hält. "Mit der Entlassung aus der Schule beginnt nun ein völlig neuer Lebensabschnitt, der unsere 14 und 15 jährigen Jungen und Mädeln vor gänzlich neue Aufgaben stellt".

  • Die Wernigeröder Zeitung - Nationalzeitung für den Harz - Amtliches Organ der NSDAP und der Behörden informiert am 11. April, "dass auf Grund der Bestimmungen über die Jugenddienstpflicht auch im Jahre 1945 alle 10jährigen Jungen und Mädel im Dienst der Hitlerjugend zu erfassen und anzumelden sind".


	
		
	
	
		
			Die Lage um Wernigerode am 11.04.1945
		
	

- Stadtarchiv Wernigerode
Die Lage um Wernigerode am 11.04.1945 - Stadtarchiv Wernigerode
  • Am 30. Januar jährt sich zum 12. Male der Tag der Machtübernahme der NSDAP, der in einer "besinnlichen Feierstunde" der Partei im Wernigeröder "Stadtgarten" begangen wird. In einer Ansprache betont der "Reichshauptamtsleiter Pg Dr. Steg": "Harte Monate des Aufbaus und des Kampfes sind seitdem vergangen. Neiderfüllt blicken unsere Feinde auf die stolzen Errungenschaften Adolf Hitlers und seiner Getreuen. Missgunst und Hass waren die Folgen, die zu dem gewaltigen Völkerringen führten, das besonders in unsren Tagen von einem unvorstellbaren Heroismus des deutschen Volkes getragen wird".

Der große Saal im "Stadtgarten" dem früheren "Städtischen Kurhaus"
- Gerhard Bombös
Der große Saal im "Stadtgarten" dem früheren "Städtischen Kurhaus" - Gerhard Bombös
  • Am 5. September wird im Zentrum von Silstedt das Gehöft von Ernst Koch als Museumshof eröffnet.