Wernigerode im Jahr 1970

  • Am 15. April liegen auf dem Brocken noch 3,80 Meter Schnee.

  • Die alten Bäume im Park des Grundstücks Friedrichstraße 53 (im Volksmund Conqui-Park) werden unter Protest der Einwohner von Hasserode gefällt. An dieser Stelle sollte eine Agraringenieurschule errichtet werden. Die Fläche liegt zwei Jahre brach, bis 1972 ein Bettenhaus gebaut wird. Später entsteht noch eine Mensa.

Agraringenieurschule 13.09.1972
- Mahn-und Gedenkstätte Archiv
Agraringenieurschule 13.09.1972 - Mahn-und Gedenkstätte Archiv
  • In den Wernigeröder Großbetrieben werden wirksame Sparmaßnahmen im Energieverbrauch festgelegt. Über die Wohnbezirksausschüsse der Nationalen Front werden die Bürger angehalten, Energie im Haushalt so effektiv wie möglich zu nutzen.

  • In Wernigerode wird die erste Kooperationsgemeinschaft der Backbetriebe aller Eigentumsformen innerhalb des Bezirkes Magdeburg gebildet.

  • Die Stadtverordnetenversammlung beschließt am 14. Oktober den Bau einer Schwimmhalle.

Schwimmhalle 1973
- Mahn-und Gedenkstätte Archiv
Schwimmhalle 1973 - Mahn-und Gedenkstätte Archiv
  • 48 neue Wohnungen werden in der Kantstraße übergeben.

Neubauten in der Kantstraße
- Harzbücherei Wernigerode
Neubauten in der Kantstraße - Harzbücherei Wernigerode
  • An der Kreuzung vor dem Westerntor, der verkehrsreichsten der Kreisstadt, wird eine moderne Ampelanlage in Betrieb genommen.

Blick auf die Westerntorkreuzung vom Westerntorturm
- Fotothek Harzbücherei
Blick auf die Westerntorkreuzung vom Westerntorturm - Fotothek Harzbücherei
  • Rund um Wernigerode gibt es 360km offizielle Wanderwege.

Christianental
- Dieter Oemler
Christianental - Dieter Oemler
  • Die Firma "Roch & Reiche" feiert ihr 100-jähriges Bestehen.

Die Firma "Roch und Reiche" feiert 100-jähriges Jubiläum.
- Mahn-und Gedenkstätte Archiv
Die Firma "Roch und Reiche" feiert 100-jähriges Jubiläum. - Mahn-und Gedenkstätte Archiv
  • Auch in Wernigerode werden Gruppen der Zivilverteidigung aufgestellt. Der dem Vorsitzenden des Rates des Kreises unterstehende Stab der Zivilverteidigung ist für die Anleitung und Qualifizierung der Gruppen zuständig. Zur Gewährleistung der Funktionsfähigkeit der Zivilverteidigung finden regelmäßig Übungen, meist im Zusammenwirken und unter dem Kommando der Kreiseinsatzleitung, deren Kommandeur der 1. Sekretär der Kreisleitung der SED ist, statt.

Übung der Zivilverteidigung 1970
- Stadtarchiv Wernigerode (Archiv Dieter Möbius)
Übung der Zivilverteidigung 1970 - Stadtarchiv Wernigerode (Archiv Dieter Möbius)
  • Die Fachschule für Landwirtschaft in der Kurtsstraße wird in eine Agraringenieurschule (AIS) umgewandelt. Sie wird aus der Verantwortung der Abteilung Landwirtschaft des Rates des Bezirkes herausgelöst und der Vereinigung Volkseigener Güter (VVG) in Paretz unterstellt. Die Absolventen sind spezialisierte Agraringenieure für Tierzucht und Tierproduktion. Die Bewerber für das Studium haben eine abgeschlossene landwirtschaftliche Berufsausbildung und eine Delegierung ihrer Heimat-LPG bzw. VEG und erhalten als Agraringenieur eine leitende Tätigkeit in ihrem Delegierungsbetrieb.

Ausbildung an der Agraringenieurschule Wernigerode
- Archiv Manfred Fuhlroth
Ausbildung an der Agraringenieurschule Wernigerode - Archiv Manfred Fuhlroth
  • Das Rathausfest in Wernigerode, in diesem Jahr das 7., wird wieder von tausenden Gästen besucht.

7. Rathausfest
- Stadtarchiv Wernigerode (Archiv Dieter Möbius)
7. Rathausfest - Stadtarchiv Wernigerode (Archiv Dieter Möbius)
  • Auch in Wernigerode ist durch die Schaffung von Spezialverkaufsstellen der HO und des Konsums der "sozialistische Einzelhandel" auf dem Vormarsch. Die Kollektive der Verkaufsstellen werden in den "sozialistischen Wettbewerb" des Handels einbezogen und bei guten Leistungen ausgezeichnet.

Kollektiv der Verkäuferinnen im "Haus des Kindes", Burgstraße 24
- Stadtarchiv Wernigerode (Archiv Dieter Möbius)
Kollektiv der Verkäuferinnen im "Haus des Kindes", Burgstraße 24 - Stadtarchiv Wernigerode (Archiv Dieter Möbius)
Der Abbau von Eisenerz in der Grube "Büchenberg"
- Dieter Oemler
Der Abbau von Eisenerz in der Grube "Büchenberg" - Dieter Oemler
  • Insgesamt 1100 blinde Bürgerinnen und Bürger einschließlich ihrer Begleiter aus allen Bezirken der DDR erholen sich dieses Jahr für jeweils drei Wochen im Blindengenesungsheim des FDGB am Amelungsweg.

  • Ab 1970 beginnt in der Konsum-Gaststätte "Storchmühle" ein umfangreiches, leider geschmackloses, Umbauprogramm in drei Bauabschnitten.

Storchmühle
© Wolfgang Grothe
Storchmühle © Wolfgang Grothe