Wernigerode im Jahr 1805

  • Reste der Schnakenburg, eine Niederungsburg auf dem heutigen Klint, werden abgebrochen. Als Rest ist nur noch das Haus Gadenstedt erhalten.

Haus Gadenstedt vor der Sanierung 1898 mit Blick auf den späteren Post-Hof
- gemeinfrei
Haus Gadenstedt vor der Sanierung 1898 mit Blick auf den späteren Post-Hof - gemeinfrei
  • Am 29. Mai empfangen die Stadt und der regierende Graf Christian Friedrich den preußischen König Friedrich Wilhelm III. und seine Gemahlin Luise.

    Hundert Personen reisen im Tross des Königspaares mit, was das Wernigeröder Grafenhaus zu einer logistischen und finanziellen Herausforderung macht.

Festsaal im Schloss
- Stadtarchiv Wernigerode PK/1/33
Festsaal im Schloss - Stadtarchiv Wernigerode PK/1/33
  • Das Gebäude am heutigen Sylvestrikirchhof 14 wird als Gutshaus auf dem Gelände eines befestigten ehemaligen Adelshofes errichtet.

Gebäude am Sylvestrikirchhof 14, 2016
© Wolfgang Grothe
Gebäude am Sylvestrikirchhof 14, 2016 © Wolfgang Grothe
  • Der Straßenname im Wortlaut verändert zu "Unter den Zindeln", erscheint erstmals in der Stadt.
    Die frühere lateinische Bezeichnung "cingulum", zu deutsch Gürtel, bezeichnet die Befestigung der Stadt. In einem Innungsbrief an die Krämer 1410 wird die Stadtbefestigung als "czingelen" bezeichnet, sowie in der Stadtordnung "Wernigeröder Willkür" um 1540 als "zcingelen".
    "Unter den Zindeln" beschreibt eine Grünanlage vor der höher gelegenen Stadtmauer. Besonders im Bereich vor dem Westerntor dehnten sich Gärten der Bürger aus.
    1540 dienen sie noch der Verteidigung, da "auf Beschädigung des Rates Zingelen" Strafe ausgesetzt ist. 1529 bessert Zimmermeister Simon Hilleborch "vor de Singeln vor der Nyenstadt" das dort eingebaute hölzerne Pfahlwerk aus.

    Wernigeröder Zeitung und Intelligenzblatt - Nummer 214 - Juni 1988 S. 13