Wernigerode im Jahr 1908

  • Am 6. September wird eine "Filiale des im In- und Auslande berühmt gewordenen Kunstinstitus Kaiser-Panorama Berlin Passagen im Haus Markt 9 eröffnet" und schließt wieder am 10. Oktober.

    Ein Kaiser-Panorama funktioniert wie folgt: Bis zu 25 Personen gleichzeitig können gleichzeitig stereoskopische Bilderserien durch ein Guckloch betrachten. Im Panorama befindet sich ein Zahnkranz, auf dem 50 Glasdias befestigt sind, die von der Rückseite her automatisch durch Gas- oder elektrisches Licht durchleuchtet werden. Der Antrieb erfolgt in der Regel automatisch durch ein Uhrwerk. Nach Ertönen eines Glockenschlages werden die Bilder um eines weiter gerückt. Mit der neuen Technik der Kinomatographen können die Kaiser-Panoramen nicht mehr mithalten und verlieren die Gunst des Publikums.