Wernigerode im Jahr 1934

  • Auf der Grundlage des im September 1933 beschlossenen "Reichserbhofgesetzes", die in Gesetzesform gegossene nationalsozialistische Blut-und-Boden-Ideologie, wird in der Stadt am 13. Januar das "Anerbengericht Wernigerode" eröffnet und Amtsgerichtsrat Grosse als Vorsitzender berufen.
    In der feierlichen Eröffnung wird besonders die "Verbindung von Blut und Boden" hervorgehoben, die "wieder zum Staatsfundament erhoben" wurde und der angestrebten "Verbäuerlichung der Gesellschaft eines Volkes ohne Raum" dienen soll. Des öfteren wird in der Eröffnungsrede betont, dass das perspektivische Ziel der nationalsozialistischen Siedlungspolitik die Besiedlung osteuropäischer Gebiete ist.

Symbol des "Reichsnährstandes"
- gemeinfrei
Symbol des "Reichsnährstandes" - gemeinfrei