Wernigerode im Jahr 1918

  • Am 18. Januar werden Minsleben und Umgebung von einer Unwetterkatastrophe heimgesucht. Nach starkem Schneefall geht dieser durch einen Temperaturanstieg innerhalb von sechs Stunden von 0 Grad auf plus 8,5 Grad in einen mehrstündigen extremen Regenguss über. Seit 1886 hatte es im Oberharz keinen derart starken Schneefall gegeben. Das nun plötzlich einsetzende Tauwetter liefert Wassermassen, die das Flussbett der Holtemme nicht mehr ableiten kann. Felder, Wege und Straßen werden überflutet, einige Straßen in Minsleben und Silstedt stehen bis 1,5 Meter für mehrere Stunden unter Wasser. Glücklicherweise ist kein Menschenleben zu beklagen.