Wernigerode im Jahr 1989

  • Am 7. Mai finden in der DDR, so auch im Kreis und in der Stadt Wernigerode Kommunalwahlen statt. Zur Wahl steht ein "gemeinsamer Vorschlag" der "Nationalen Front". Die Wahlbeteiligung im Kreis Wernigerode liegt bei 99,22%. Für den "gemeinsamen Vorschlag" stimmen 99,98 % der Wernigeröder. Die beiden Tageszeitungen "Volksstimme" und "LDZ" bezeichnen das Wahlergebnis als "Votum für die Politik des Friedens und des Sozialismus im 40. Jahr des Bestehens der DDR".

    Die Bürger konnten bei persönlichen Gründen schon einige Wochen vor der Wahl im "Sonderwahllokal" im Rathaus ihre Stimme abgeben. Bei dieser Wahl waren es über 40% der Wähler.

    In einer "Parteiaktivtagung" mit SED-Parteisekretären verlangt der 1. Sekretär der SED-Kreisleitung, künftig dafür zu sorgen, dass "der eigentliche Wahltag" der gesellschaftliche Höhepunkt werden muss.