Wernigerode im Jahr 1933

  • "Reichsinnenminister" Frick erklärt am 22. Juni die SPD zur "volks- und staatsfeindlichen Organisation".
    Bereits in den ersten Monaten nach der Wahl sind die Abgeordneten der SPD und der KPD auch in Wernigerode fortwährender Verfolgung und dem Terror der braunen Machthaber ausgesetzt und ihr Widerstand wird gebrochen. Führende 81 SPD-Mitglieder werden am 24. Juni verhaftet, durch die Straßen getrieben und in der Turnhalle der SA-Führerschule in der Ilsenburger Straße mißhandelt. Später wird dieses Vorgehen als "Schandmarsch" bezeichnet. Zu den misshandelten SPD-Mitgliedern gehören u.a. der langjährige Zweite Bürgermeister und Gewerkschaftssekretär Herrmann Paul Reichardt, der Fraktionsvorsitzende der SPD Otto Goedecke sowie der Gewerkschaftsvorsitzende Max Otto.

    Durch besonderen Sadismus zeichneten sich die Wernigeröder SA-Leute Erich Göbel und Georg Baetge aus.

    Volksstimme - 1. und 3. Juli 2013 / Beitrag von Ralf Mattern "Der Schandmarsch"
Verhaftung von Funktionären der SPD 1933
- Dieter Oemler
Verhaftung von Funktionären der SPD 1933 - Dieter Oemler